Der VDP erhält Zuwachs
Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern:
Dürfen Ihre Weinflaschen künftig mit dem VDP Adler schmücken,
die Weingüter Gutzler (Rheinhessen) und Schnaitmann (Württemberg)
Württemberg
Rainer Schnaitmann ist nicht nur das jüngste Weingut in Fellbach, sondern auch das jüngste Mitglied der VDP. Prädikatsweingüter. In nur 8 Jahren hat Schnaitmann sein Weingut an die Spitze Württembergs und darüber hinaus geführt.
Für Schnaitmann „ist Wein zu trinken immer noch ein völlig subjektives Erlebnis weit weg von Punkten und Platzierungen.“ Dennoch erzielt er Riesenerfolge mit seinen Weinen, allen voran dem Spätburgunder. Auch beim Schwarzriesling beweist er, dass diese alte Rebsorte ausdrucksstarke Weine hervorbringen kann. Auf Keuper, Gipskeuper und Sandsteinverwitterung pflegt er das klassische Rebsortenspektrum Württembergs, ergänzt von internationalen Rebsorten wie Merlot und Sauvignon Blanc. Insgesamt bewirtschaftet der ehemalige Genossenschaftswinzer 10 ha nach allen Regeln des handwerklichen Weinbaus, setzt bei der Arbeit im Weinberg auf langfristige Qualitätssicherung und versucht die Möglichkeiten eines Jahrgangs optimal zu nutzen. Seine Spitzenlage Fellbacher Lämmler ist im VDP keine Unbekannte, auch Kollege Gert Aldinger hat Besitzungen in der klassifizierten Lage. Berücksichtigt man, dass viele Rebanlagen noch jung sind und ein Kellerneubau im Entstehen ist, kann man erahnen, welche Potentiale hier noch schlummern.
Rheinhessen
Seit Mai 2006 gibt es in Rheinhessen 19 VDP Betriebe. Neu dazugekommen ist das Weingut Gutzler aus Gundheim. Mit der Aufnahme des Weingutes Gutzler wird der Weg fortgesetzt Spitzenbetriebe in Rheinhessen im VDP zu integrieren.
Das Weingut Gutzler stellt sich vor:
„Qualität entsteht im Weinberg, das ist unsere Philosophie!“ Dieses Motto begleitet das Weingut Gutzler seit Jahren. Gerhard Gutzler übernahm den elterlichen Gemischtbetrieb 1985 und widmete sich fortan nur noch den Reben und dem Wein. Der Weg führte innerhalb weniger Jahre weg von süssen Spät- und Auslesen, hin zu klassisch trocken Weinen, weg von den rheinhessischen Neuzüchtungen, hin zu den traditionellen Rebsorten.
Auf 13,1ha reifen in erster Linie Spätburgunder und Riesling, die mehr als 60 % der Rebfläche einnehmen. Dazu gesellen sich Weiße und Graue Burgunder, Silvaner, Chardonnay und Dornfelder.
Seit zwei Jahren steht Sohn Michael tatkräftig zur Seite. Nach seiner Ausbildung im Pfälzer Weingut Knipser folgte die Fachschule in Neustadt und die Technikerschule in Bad Kreuznach, die er als staatlich geprüfter Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft abschloss. Während der Schulzeit absolvierte er mehrere Praktikas in namenhaften Betrieben im In- und Ausland.
Großen Wert legt man im Weingut Gutzler auf den Boden und die Lage. Klangvolle Namen wie Morstein, Kirchspiel und Steingrube in Westhofen, Ölberg und Kranzberg in Nierstein sowie die Urlage der Liebfrauenmilch, das Wormser Liebfrauenstift Kirchenstück sind im Besitz des Gundheimer Weingutes. Durch die Vielfalt der Böden und im Einklang mit der Rebsorte entstehen Weine mit Typizität und Charakter.
Seit 1991 engagiert sich Gerhard Gutzler in einem sehr traditionsreichen Handwerk, der Destillation von Edelbränden. Mit der Intention das qualitativ bestmögliche aus der Natur einzufangen, geht man mit viel Leidenschaft und Enthusiasmus an die Arbeit. Die Früchte für die aromatischen Trauben- und Obstbrände reifen größtenteils im rheinhessischen Hügelland oder der benachbarten Pfalz heran. Die Aromastoffe und feinen Geschmacksnuancen des Obstes im Destillat einzufangen, ist eine Kunst, die man kultiviert und auf die der Brenner stolz ist - zumal der Erfolg recht gibt.
quelle: vdp depeche