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Sonntag, 20. April 2008
1994 chambertin & clos de vougeot - d. mortet
Von wein-sigihiss, 19:17

beide flaschen aus gleicher quelle & direkt nach dem kauf optimal gelagert, die farbe war nicht zu unterscheiden - absolut deckungsgleich.

vougeot

sehr dezente nase, süsslich, mineralisch - nasse kieselsteine, alkoholisch, hauch rote kirsche & marzipan. am gaumen leichte struktur, wieder diese nasse mineralische note, saftig, klare rote kirsche & etwas rote johannisbeere, körniges tannin im hintergrund, feste klare säure, wirkt nicht sehr tief & auch leicht dünn am mittleren gaumen, eher flach ausklingender abgang.

2 std.: gewinnt deutlich im glas, wird sowohl in der nase als auch am gaumen konzentrierter & dichter...offener, mittlerer gaumen ist jetzt mit mehr nachdruck & der abgang gwinnt an tiefe & komplexität.

2. tag: keine grosse veränderung, sehr gute trinkbarkeit aber weitere lagerung tut ihm gut.

chambertin

dezent, erdig, waldboden, champignon, hauch reife brombeere. am gaumen mit dezentem aber rauhem tannin, etwas reifere säure, allg. wuchtiger am gauem...mehr tiefe, walnussherb, hauch wacholder, moschus etwas, weniger mineralisch, mehr dichte, langer kompakter abgang.

2 std.: verschliesst sich von minute zu minute, trockeneres tannin, deutlichere säure, die nase ist kompeltt weg, ...ich kann mir einen schleichenden kork vorstellen, der wein wirkt im mund auch stumpfer & phenolischer, jedoch ist kein tca wahrnehmbar - mal abwarten.

2. tag: hat sich gewandelt - sprich viel offener aber immer noch nicht alles zeigend, braucht noch einige jahre in  der flasche, jetzt reifer wirkende tannine & offnere struktur, frucht hat zugelegt, im abgang einen hauch metallisch, obs ein wirklich grosser wein wird - schwer zu sagen - tendenz nein.

      

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Mittwoch, 16. April 2008
Climens owner new head of Sauternes and Barsac group
Von wein-sigihiss, 10:10

Maggie Rosen

Berenice Lurton has been elected the new president of the Sauternes and Barsac Crus Classes, it was announced today.

Lurton, who owns first growth Sauternes chateau Climens, succeeds Nancy de Bournazel of Chateau de Malle who held the post for eight years.

Appointed for three years, Lurton said the group's strategy would be to change the common perception of the region's wines. The group aims to attract younger drinkers and demonstrate its wines' versatility.

'The image of our wines is a bit fusty,' she told decanter.com. 'We want to show they can be drunk in all different circumstances - as aperitifs, with dishes, especially exotic ones.'

She said the appellation would look to take the sweet wines of Sauternes and Barsac beyond professional wine journalists 'to food and lifestyle writers, as well as directly to consumers.'

She pointed to the forthcoming Vinexpo Asia-Pacific in Hong-Kong as a major focus of the group this year.

'We'll be doing things a bit differently this time,' she said. 'Including a masterclass, and food and wine matching activities for consumers.'

quelle: www.decanter.com

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Freitag, 11. April 2008
1937 tawny port - lenteiro
Von wein-sigihiss, 13:23

abgefüllt 1979 von feuerheerd in oporto, flasche top.

1. notiz nachdem die flasche 24 std. offen war: sehr offene wuchtige nase, helles karamell, geröstete nüsse, magenbrot, sahnebonbons, datteln, frische feige, würzig, heller pfeffer, muskat, hauch vollreife banane & cox apfel, sehr vielschichtig & komplex, leicht alkoholisch, mandeln. am gaumen kraftvoll, wuchtig, hat feuer, zu der aromatik der nase kommt noch pistazie & salzig, mittlere süsse, ab mittlerem gaumen: verliert sich die süsse & geht ins mineralisch-salzige über, wird trockener, etwas alkoholischer (nie brandig), behält gewisse eleganz & finesse, walnussig, etwas bitteres karamell, sehr langer dichter & leicht trockener abgang - weitere 15+ jahre & ein tolles erlebnis für einen 71 jahre alten tawny. pkt 18,25

zweite notiz - 6 std. nach der 1.: dezentere nase, cognacnoten, marzipan. am gaumen wenig änderung, das salzige ist noch etwas deutlicher, im abgang Hauch alkoholischer. zu sehr schweren sprich sahnig oder fetten desserts dürfte er hervorragend passen.

4. tag: hat sich nicht verändert, mal etwas karamelliger & dann wieder weniger, bewertung bleibt.

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Dienstag, 08. April 2008
das friaul
Von wein-sigihiss, 16:45

die friaul reportage.

 

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Samstag, 05. April 2008
sammelsurium
Von wein-sigihiss, 15:48

keine richtigen degu-notizen, nur ein paar allgemeine sätze zu diesen weinen.

der 1967 latour war ein reifer wunderbar ausbalancierter pauillac. geschmeidig mit roter reifer frucht & seidigen tanninen, reifer spürbarer säure & erstaunlicher balance. einer der besten 67er aus bdx?  ja!

der 1978 rouge homme cabernet sauvignon/coonawarra ist ein eleganter, seidiger & reifer wein auf dem höhepunkt mit noch weiteren 10 jahren vor sich. reifes cassis, etwas brombeere & ein hauch leder & getr. pflaume sind die aromen. saftig schmelzige struktur. klasse wein der die these, neue welt weine können nicht altern, widerlegt - aber hierfür gibt es inzwischen genug bsp.

der 1985 figeac hatte.......schulbuchmässiges tca.

ein 1985 montrose besitzt eine sehr  schlechte reputation. aber soooo schlecht wie man oft liest ist er definitiv nicht. eher leicht...filigran & für einen montrose also eine untypische struktur, so ist er doch momentan schön zu trinken, balance & feinheit hat er. weitere 4-5 jahre hält er sich noch so.

ein 1975 rieussec hat viel safran, kumquats, mandarinenlikör aromen & eine frische passende säure dazu. keine massive süsse sondern einen gute süsse-säure balance zeichnen diesen wein aus. sehr guter wein - diese flasche wurde kontrovers beurteilt.

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Donnerstag, 03. April 2008
2005 taberner
Von wein-sigihiss, 21:42

15%, karaffe & grosse gläser,

extrem dichte & konzentrierte nase, alkoholisch & wuchtig, getr. kräuter der provence, süssliche schwarzkirschige komponente, mokka & süssholz, sehr tief & komplex, hochreifes cassis & alle erdenklichen rote & schwarze früchte, muss hochreifes & gesundes lesegut gewesen sein - alles im überfluss, barrique wurde in einem "schluck verdaut". am gaumen wieder wuchtig, satt, konzentriert, deutlich mineralisch - an nassen schiefer erinnernd, seidig samtene tannine, schoko & lakritzenoten, deutlich spürbarer alkohol der zwar gut integriert ist - aber den gaumen schier auseinanderdrückt, sehr modern, sehr langer süsslicher & konzentrierter abgang. perfekt oder gar zu perfekt?

nach 4 tagen(!!) offen im klimaschrank (unbeabsichtigt): nicht die geringste spur von zusammenbrechen...oxidation oder nachlassen. der wein wirkt nun nicht mehr so von der konzentrierten frucht erdrückt, immer noch ein gewaltiger wein, den ich nicht immer trinken würde. für liebhaber wuchtiger, moderner & konzentrierter weine aber der wein schlechthin.

!! bestes lesegut....bester barriquesausbau....önologisch perfekt ......= ein wein vor dem mann aus reinen qualitätsaspekten den hut ziehen muss, alles wurde richtig gemacht & bis zum letzten ausgereizt - ABER: er macht wirklich satt & belegt den gaumen mit seiner schieren konzentration & wirkt dadurch schnell "ermüdend".  was mich ehrlich sehr interessieren würde: wie ist der wein in 10 jahren? kommt es so raus wei bei den californischen weinen? anfangs als marmeladig verdammt.....als gemacht gebranntmarkt......& dann nach 20 jahren muss man sich innerlich entschuldigen? mir ging & geht das heute noch so, dass ich bei reifen weinen aus californien den hut ziehe. könnte evtl. unter umständen hier auch sein...oder auch nicht.....

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Mittwoch, 02. April 2008
merum artikel über terroir
Von wein-sigihiss, 16:34

freundlicherweise hat uns merum diesen außergewöhnlich sachlichen & somit sehr seltenen artikel über terroir zur verfügung gestellt. aus meiner sicht die beste abhandlung über dieses thema, mal vielleicht abgesehen von wissenschaftlichen publikationen. sachlich, fachlich richtig & praxisbezogen beschreibt andreas märz hier seine definition des begriffes terroir. keine emotionsbeladenen schwulstigen parolen, sondern neutrale, sich an der wahrheit ausrichtende argumente.
sigi hiss

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Dienstag, 01. April 2008
Krug Clos d'Ambonnay 1995
Von wein-sigihiss, 19:01

am 1. mai 2008 wird der neue vintage champagner von krug der öffentlichkeit vorgestellt. ein artikel mit hintergrund-informationen über diesen "neuen Krug" hat neil beckett verfasst - editor des fine wine magazin in london.

http://www.finewinemag.com/

Angehängte Dateien:
review20krug.pdf review20krug.pdf (226 kb)

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Koch broadens 'Jefferson bottles' attack
Von wein-sigihiss, 10:50

Howard G Goldberg in New York

Multimillionaire collector William Koch has broadened his legal attacks in the 'Thomas Jefferson bottles' case.

Koch filed a consumer-fraud lawsuit on 28 March against the Chicago Wine Company, an auction house and retailer, and the Julienne Importing Company, a Chicago importer and distributor.

In a separate 27 March action, Koch asked federal court in Manhattan to hold the German collector Hardy Rodenstock in default.

Koch's lawyers refiled his dismissed 'Jefferson bottles' fraud suit against Rodenstock in February.

Though notified of the refiling, Rodenstock did not reply to the new complaint.

In the Illinois suit, filed in Cook County Circuit Court, Koch alleges he was victimized by 'misrepresentations and dealings in counterfeit wine.'

'Most notably,' Koch said, he spent US$100,000 for a bottle that 'Chicago Wine represented to be a 1787 Branne-Mouton [the original name of Mouton-Rothschild] formerly owned by Thomas Jefferson.'

Koch asserts that the company 'knew or should have known that there were considerable doubts as to the bottle's authenticity.'

He said 'a central finding' in his investigation into the authenticity of the bottles was that 'Th.J.' initials 'and other markings' on the four bottles 'were engraved by an electric power tool or tools with a flexible shaft that did not exist in the 1700's.

Rodenstock is named as the source of Chicago Wine's 'Jefferson' bottle and three other 'Jefferson' bottles Koch bought for about $500,000 in total.

Koch alleges that Chicago Wine, which does business in London under the name International Wine Auctions, sold him 'at least 14 bottles of other counterfeit or likely counterfeit wines.'

He adds, 'Of these at least nine were imported by Julienne.'

He discovered this situation in 2007, he said, after hiring an expert to examine wines Chicago Wine sold him.

The 'Jefferson' bottle aside, Koch says he paid 'over US$50,000 for counterfeit wines bought from Chicago Wine, including over US$43,000 for bottles imported by Julienne.'

They include two bottles of supposedly 1928 Château Margaux, two of 1924 Lafite-Rothschild, an 1848 Lafite, an 1864 Lafite and a 1945 Pétrus.

Koch alleges that International sold him a fraudulent jeroboam of 1970 Pétrus.

Koch also alleges that Julienne imported five dubious bottles that Farr Vintners in London sold him. Farr, not a defendant in the case, was not available for comment. Neither Devin Warner, Chicago Wine's president, nor James Ricker, Julienne's owner, could be reached by phone for comment.

quelle: www.decanter.com

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