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Donnerstag, 29. Juni 2006
Der VDP erhält Zuwachs
Von wein-sigihiss, 12:29

Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern:


Dürfen Ihre Weinflaschen künftig mit dem VDP Adler schmücken,
die Weingüter Gutzler (Rheinhessen) und Schnaitmann (Württemberg)

Württemberg
Rainer Schnaitmann ist nicht nur das jüngste Weingut in Fellbach, sondern auch das jüngste Mitglied der VDP. Prädikatsweingüter. In nur 8 Jahren hat Schnaitmann sein Weingut an die Spitze Württembergs und darüber hinaus geführt.
Für Schnaitmann „ist Wein zu trinken immer noch ein völlig subjektives Erlebnis weit weg von Punkten und Platzierungen.“ Dennoch erzielt er Riesenerfolge mit seinen Weinen, allen voran dem Spätburgunder. Auch beim Schwarzriesling beweist er, dass diese alte Rebsorte ausdrucksstarke Weine hervorbringen kann. Auf Keuper, Gipskeuper und Sandsteinverwitterung pflegt er das klassische Rebsortenspektrum Württembergs, ergänzt von internationalen Rebsorten wie Merlot und Sauvignon Blanc. Insgesamt bewirtschaftet der ehemalige Genossenschaftswinzer 10 ha nach allen Regeln des handwerklichen Weinbaus, setzt bei der Arbeit im Weinberg auf langfristige Qualitätssicherung und versucht die Möglichkeiten eines Jahrgangs optimal zu nutzen. Seine Spitzenlage Fellbacher Lämmler ist im VDP keine Unbekannte, auch Kollege Gert Aldinger hat Besitzungen in der klassifizierten Lage. Berücksichtigt man, dass viele Rebanlagen noch jung sind und ein Kellerneubau im Entstehen ist, kann man erahnen, welche Potentiale hier noch schlummern.

Rheinhessen
Seit Mai 2006 gibt es in Rheinhessen 19 VDP Betriebe. Neu dazugekommen ist das Weingut Gutzler aus Gundheim. Mit der Aufnahme des Weingutes Gutzler wird der Weg fortgesetzt Spitzenbetriebe in Rheinhessen im VDP zu integrieren.

Das Weingut Gutzler stellt sich vor:
„Qualität entsteht im Weinberg, das ist unsere Philosophie!“ Dieses Motto begleitet das Weingut Gutzler seit Jahren. Gerhard Gutzler übernahm den elterlichen Gemischtbetrieb 1985 und widmete sich fortan nur noch den Reben und dem Wein. Der Weg führte innerhalb weniger Jahre weg von süssen Spät- und Auslesen, hin zu klassisch trocken Weinen, weg von den rheinhessischen Neuzüchtungen, hin zu den traditionellen Rebsorten.
Auf 13,1ha reifen in erster Linie Spätburgunder und Riesling, die mehr als 60 % der Rebfläche einnehmen. Dazu gesellen sich Weiße und Graue Burgunder, Silvaner, Chardonnay und Dornfelder.
Seit zwei Jahren steht Sohn Michael tatkräftig zur Seite. Nach seiner Ausbildung im Pfälzer Weingut Knipser folgte die Fachschule in Neustadt und die Technikerschule in Bad Kreuznach, die er als staatlich geprüfter Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft abschloss. Während der Schulzeit absolvierte er mehrere Praktikas in namenhaften Betrieben im In- und Ausland.
Großen Wert legt man im Weingut Gutzler auf den Boden und die Lage. Klangvolle Namen wie Morstein, Kirchspiel und Steingrube in Westhofen, Ölberg und Kranzberg in Nierstein sowie die Urlage der Liebfrauenmilch, das Wormser Liebfrauenstift Kirchenstück sind im Besitz des Gundheimer Weingutes. Durch die Vielfalt der Böden und im Einklang mit der Rebsorte entstehen Weine mit Typizität und Charakter.
Seit 1991 engagiert sich Gerhard Gutzler in einem sehr traditionsreichen Handwerk, der Destillation von Edelbränden. Mit der Intention das qualitativ bestmögliche aus der Natur einzufangen, geht man mit viel Leidenschaft und Enthusiasmus an die Arbeit. Die Früchte für die aromatischen Trauben- und Obstbrände reifen größtenteils im rheinhessischen Hügelland oder der benachbarten Pfalz heran. Die Aromastoffe und feinen Geschmacksnuancen des Obstes im Destillat einzufangen, ist eine Kunst, die man kultiviert und auf die der Brenner stolz ist - zumal der Erfolg recht gibt.
quelle: vdp depeche

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vdp auf der vinexpo asia-pacific
Von wein-sigihiss, 12:26

Vielversprechender Auftakt der Prädikatsweingüter bei der Vinexpo Asia-Pacific  


Bild: Wolfgang Junglas

  Drei Tage lang, vom 23.bis 25. Mai zeigten 568 Aussteller aus 28 Ländern ihre Weine. Frankreich  war unübersehbar mit starker Präsenz und gut einem Drittel der Ausstellungsfläche vertreten, Italien, Argentinien und Kalifornien hatten ebenfalls investiert. Wein wird in Asien überwiegend als rot und französisch definiert.  

An günstiger Stelle für Laufkundschaft hatte sich der deutsche Wein in der Messehalle positioniert. Das DWI setzte optisch auf die Fußball Weltmeisterschaft, inhaltlich auf Riesling und Spätburgunder, der hier natürlich nur Pinot Noir heißt. Mit einem Stand an exponierter Stelle gaben die Prädikatsweingüter mit elf Weingütern, davon sechs Rheingauer, zwei aus Franken und jeweils ein Weingut von Ahr, aus der Pfalz und aus Rheinhessen einen kleinen Einblick in die deutsche Weinelite. Probensprecher Joel Payne klärte für den VDP das internationale Probenpublikum über deutschen Riesling und Pinot Noir auf. Erstaunt stellten asiatische Weinexperten fest, dass es auch in Deutschland hochwertige Rotweine gibt. Die Spätburgunder von Werner Näkel und August Kesseler brauchen sich nicht zu verstecken und überzeugen auch die Konkurrenz. Beim abendlichen Messe-Get-together gab es Deutschen Wein zu chinesischen Leckereien. Einmal mehr zeigte sich hierbei „wie gut fruchtbetonte Rieslinge mit chinesischer Kost harmonieren“, so wurde dem Weinjournalisten Wolfgang Junglas von Einheimischen bestätigt. 

Eva Raps, Geschäftsführerin der Prädikatsweingüter, zeigte sich „glücklich über den Andrang am VDP-Stand und der Resonanz ihrer Verkostungen.“ Manuela Liebchen (DWI) fand ihre Erwartungen übertroffen. Die Vinexpo in Hongkong wurde ihrer Meinung nach ihrem Anspruch, eine asiatische Drehscheibe zu sein, mehr als gerecht. „Die Besucherstruktur gibt ihr recht: neben Weineinkäufern aus Hongkong und China waren die umliegenden Länder wie Taiwan, Japan, Korea, Indien, Malaysia, Indien und Indonesien gut vertreten.“ Mit „gut organisiert und gutes Fachpublikum“ beurteilten die deutschen Aussteller die Messe.“ 

Aufgrund sprachlicher Hindernisse - viele Einkäufer aus der Volksrepublik sprechen kein Englisch – konnte noch keine abschließende Aussage darüber erhoben werden wie viele „Boxes“ Wein, denn nun tatsächlich verkauft werden. Auch stehen die chinesischen Handelsbestimmungen einem zügigen Weinhandel mit der Volksrepublik bisweilen entgegen. „Bis ich nach eineinhalb Jahren die Zulassung für den Import für einen Wein nach China bekomme, ist der schon ausverkauft!“, stöhnt der Exportprofi Fritz Hasselbach vom rheinhessischen Weingut Gunderloch und beschreibt damit die Alltagsprobleme bei Lieferungen in die Volksrepublik.“ Trotzdem rät Helmut Rausch, stellvertretender Generalkonsul in Hongkong, die Metropole als Basis für den chinesischen Markt zu nutzen. 

„Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat den Auftritt der Deutschen auf der Messe gefördert – Regierungsdirektorin Gabriele Heimbach ist froh darüber. So schwierig der chinesische Markt auch sein mag – es gibt kaum einen interessanteren in den nächsten Jahren.“ Die zahlreichen neuen Kontakte gilt es nun „in den kommenden Wochen abzuarbeiten, langfristige Strategien sind gefragt. Der Auftakt war allemal viel versprechend. So viel versprechend, dass die Organisatoren der Vinexpo darüber nachdenken, vielleicht schon 2008 ihre „Overseas“-Messe wieder in Hongkong zu veranstalten.“

quelle: vdp depeche

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Dienstag, 27. Juni 2006
1993 ornellaia
Von wein-sigihiss, 20:44

genaue daten des weingutes finden sie unten am ende des beitrages.

eher dezente nase nach roten johannisbeeren, etwas zedernhol & tabakkiste, feine minzige note, alles elegant wirkend, auch menthol. am gaumen sehr enttäuschend, flach, kurz, eindimensional, ohne tiefe und komplexität, herbe bitterkeit, länge fehlt, deutliche säure. könnten die ersten anzeichen sein dass der wein austrocknet.

2. tag: deutlich offenere nase, viel menthol & kühle minze, feines unterholz. am gaumen wirkt der wein strukturierter, mehr tiefe & komplexer, etwas länger als am vortag, innert 2 jahren trinken.

Angehängte Dateien:
pkde.pdf pkde.pdf (79 kb)

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Freitag, 23. Juni 2006
liste öneologischer verfahren im vergleich
Von wein-sigihiss, 15:41

bitte die pdf datei öffnen.

Angehängte Dateien:
vergleichnoverfahren.pdf vergleichnoverfahren.pdf (78 kb)

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Donnerstag, 22. Juni 2006
Weinbauverband wehrt sich gegen Anreicherungsverbot
Von wein-sigihiss, 19:22

Weinbauverband wehrt sich gegen Anreicherungsverbot
Der Deutsche Weinbauverband (DWV) hat massive Kritik zu vorgeschlagenen Reformen des EU-Weinrechts angekündigt. Vor allem die Beihilfen zu Rodungen sowie das geplante Verbot der Zuckerung stoßen auf Unverständnis.
Der DWV reagierte damit auf eine Pressekonferenz, auf der die EU-Kommission ihre Pläne zur Reform des europäischen Weinrechts vorstellte. Danach sollen erhebliche Mittel - im Gespräch sind 40 Prozent des Budgets - für ein fünfjähriges Rodungsprogramm ausgegeben werden. Der Verband befürchtet indes, dass in diesem Falle noch mehr Weine aus Übersee importiert werden könnten. Das angedachte Verbot der Aufzuckerung von Wein (Saccharoseanreicherung) passe, so der DWV, nicht zur Linie der Liberalisierung önologischer Verfahren, zumal die Verwendung von Mostkonzentrat (im Süden der EU üblich) und die Zugabe von Säure weiterhin erlaubt sein sollen.

Der DWV erwartet, falls die Reformpläne wirklich so verhandelt werden, Widerstand der Bundesregierung.
quelle: www.wein-plus.de

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Freitag, 16. Juni 2006
1970 cabernet sauvignon, special selection, louis martini - napa valley
Von wein-sigihiss, 20:40

top füllhöhe, into neck, 12% vol. !!!!! auf die idee solch einen wein (kalifornien + 36 jahre alt +12%...kann eigentlich nur noch essig sein  ???!!!) degustieren kam ich durch die seite von dr. becker - www.wineterminator.com - der alte kalifornier schon sehr oft probiert hat. seine notizen waren alles andere als schlecht - das machte mich neugierig - und das bei weinen denen man schnellsten verbrauch nachsagt.

anfangs: ganz abweisende nase nach metall - jod - etwas zahnartzt. sehr dezent im hintergund etwas ätherisches...kräuteröl. am gaumen herrlich balanciert & geschmeidig, gute säure, süsslich-bittere nussaromatik, leder, wieder etwas kräuterig & ätherische komponente, versteckte rote früchte, feingliedrig und elegant, reifer wein. die luft bekommt ihm.

nach 1 std: nase änlich, getrocknete petersilie & menthol, am gaumen immer noch so wie beim öffnen, feinkörniges tannin, säure wirkt runder, ich bin mehr als erstaunt wie der wein sich präsentiert.

2. tag: entwickelt sich noch leicht - ansonsten steht er so wie am ersten  tag. wirkt etwas saftiger. hält sich auf diesem niveau sicher noch ein paar jahre.

hier der 67er dieses weines: http://sigihiss.beeplog.de/19384_143150.htm

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Stein und Wein --welchen Einfluß hat der Boden auf den Weincharakter?
Von wein-sigihiss, 11:42

Stein und Wein -
welchen Einfluß hat der Boden auf den Weincharakter?

von Dr. Dietmar Rupp
Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg

 


Im Frühjahr des Jahres 1911 rückte die französischen Armee in zahlreiche Weinbaugemeinden der Champagne ein. Der Regierung erschien dies als letztes Mittel um dort Ruhe und Ordnung wieder herzustellen. Zuvor probten wütende und rebellierende Winzer den bürgerlichen Ungehorsam: Mit roten Fahnen zogen sie durch Städte und Dörfer, enttäuschte Gemeinderäte traten geschlossen zurück.
Der Protest der Landbevölkerung war durchaus verständlich, denn den Rebflächen um Bar-sur-Aube war wenige Wochen zuvor der AOC-Status aberkannt worden.
Natürlich ging es in erster Linie um die Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen, doch wurde erneut die Frage aufgeworfen, ob unterschiedliche Böden und Landschaften tatsächlich von sich aus unterschiedliche Weinqualitäten hervorbringen.
Auch heute gibt es Bestrebungen, von unterschiedlichen Zusammensetzungen der Böden auf die Güte der darauf gewachsenen Weine zu schließen.

Wein - mehr als die Summe seiner Bestandteile

Daß die Frage des Standorteinflusses oder des Bodeneffekts nicht leicht zu beantworten ist, zeigen aber die meist allgemein gehaltenen Angaben in Werbeschriften oder die geringe Zahl von Veröffentlichungen zur weinbaulichen Standortforschung sowie die oft oberflächlichen Darstellungen des Weinjournalismus. Erschwerend kommt hinzu, daß zunächst einmal der Begriff Weinqualität definiert und Bewertungsmaßstäbe festgesetzt werden müssen.

Benotungen nach einem Punkteschema oder Rangfolgen sind hier untauglich. Weine verschiedener Standorte können gleich gut, aber dennoch verschieden sein.

Weinbeurteilung muß also nicht wertend sondern beschreibend erfolgen. Ein vielversprechender Ansatz ist die "quantitativ deskriptive Sensorik". Hierbei wird die Intensität ausgewählter Geruchseindrücke in der sensorischen Prüfung anhand von definierten Vergleichsproben zahlenmäßig bewertet.

Das Weinbukett kommt durch eine mehrphasige Entwicklung zustande: zu originären Aromen der Traube gesellen sich sekundäre Bukettstoffe die im Verlauf von Einmaischen und Gärung entstehen, weitere Überprägungen haben ihren Ursprung in Lagerung und Reife. Hinzukommende Eindrücke wie der Holzton oder gar Weinfehler seien nur am Rande erwähnt.

Um die einmal geknüpfte Verbindung zum Boden weiter zu stärken, müssen die Weininhaltsstoffe betrachtet werden, die ursächlich oder indirekt durch geogene Faktoren geprägt werden können. Abbildung 3 stellt daher den Weineindruck mit Geruch und Geschmack in den Mittelpunkt und sucht über den Bestand an Alkoholen und Aromastoffen, den Säurespiegel oder die Phenolgehalte nach Beereninhaltsstoffen, die in ihrer Menge oder Konzentration die Bildung dieser Stoffe beeinflussen. Sehr schnell wird man nun über deren Vorstufen wie Kohlenhydrate (Zucker), Aminosäuren oder Mineralstoffe zu prägenden Standorteigenschaften kommen.

Letztlich lassen sich die pflanzenphysiologisch relevanten Größen auf Strahlungsgenuß, Wasserversorgung , Mineralstoffangebot und Stickstoffverfügbarkeit einengen. Spätestens hier wird deutlich, daß originär durch Bodeneigenschaften verursachte Geschmackseindrücke generell durch Jahrgangseinflüsse überlagert werden. Wasserversorgung oder Wärmehaushalt sind eben viel mehr von Niederschlagsverteilung und Sonnenscheinstunden geprägt als durch Wasserhaltekraft oder Hangneigung.

Vom Gestein zum Weinbergsboden und zur Reblage

Zusammenhänge zwischen Reblage und Wein werden seit der Antike diskutiert. Die Mönchsorden des Mittelalters, wussten sehr wohl um die Güte ihrer Weinberge. So dienten die Flächen des Clos de Vougeot in Burgund den Ziesterziensern als regelrechte Versuchsstation auf der sie Erkenntnisse zur Verschiedenartigkeit der Weinbergsböden sammeln konnten.

Böden sind der oberste verwitterte Teil der Erdkruste. Festes Gestein zerfällt unter dem Einfluß von Temperaturschwankungen oder der Sprengkraft von Salzkristallen oder gefrierendem Wasser. Eisenhaltige Minerale oxidieren und ergeben die bräunliche Bodenfarbe. Sickerndes Wasser führt Kalk und andere Stoffe fort, Wurzeln zwängen sich in Gesteinsklüfte und aus der Streu der Pflanzen bildet sich Humus.

Die Ausprägung unterschiedlicher Bodentypen wird vom Ausgangsgestein, dem Klima, der Vegetation sowie der jeweiligen Landschaftsform verursacht. Auf kalkreichen Gesteinen wie den Keupermergeln wird beispielsweise ausgewaschener Kalk ständig aus Vorräten ersetzt. Im Gegensatz zu einem kalkarmen Ausgangsmaterial wie Schiefer oder Granit tritt daher hier keine Versauerung auf.

An Steilhängen verhindert die andauernde Erosion die Ausbildung tief verwitterter Böden, während in den Tälern die dortige Bodenbildung mit bereits aufgewittertem Material beliefert wird (Abb.2).

Abb. 2: Terrassierte Muschelkalklage am Neckar

                
Bei den
Weinbergsböden hat der Mensch durch das Rigolen in die Bodenbildung eingegriffen, die ursprüngliche Schichtung verändert und einen einheitlichen, für die Rebe gut durchwurzelbaren Rigolhorizont geschaffen. Vor allem auf skelettreichen Standorten oder bei schweren, tonhaltigen Böden konnte dadurch die Wasser- und Nährstoffzufuhr für die Reben verbessert werden. Zu einer Nivellierung der Standortseigenschaften haben in großem Umfang die Flubereinigungen beigetragen (Abb.5).

Abb. 3: Bereits wenige Bodeneigenschaften wie Bodenfruchtbarkeit (N-Nachlieferung) oder Wasserversorgung können über die Stoffproduktion in der Rebe auf den Weincharakter einwirken.


Die Zusammensetzung des Ausgangsmaterials für die Bodenbildung entscheidet aber nicht nur über den Mineralgehalt oder die Kornzusammensetzung (= Bodenart!) sondern je nach Widerständigkeit auch über das Relief und damit über die Wärmegunst der späteren Reblage (Abb. 4).


Abb. 4: Das geologische Ausgangsmaterial beeinflußt sowohl den Mineralbestand als auch Wasser- und Strahlungshaushalt einer Reblage.


Mit dem Bohrstock zum Grand Cru?

Im französischen Weinrecht ist die Vorstellung von der "geborenen Qualität" tief verankert.

Der Begriff des "terroir", unter dem ausgewählte Parzellen mit ähnlichem Boden und Kleinklima zusammengefaßt werden ist deutlich bodenkundlich geprägt. Das deutsche Weingesetz vereint dagegen unter einer "Lage" jene Parzellen, aus deren Erträgen "gleichwertige Weine gleichartiger Geschmacksrichtung hergestellt zu werden pflegen"(!). Der Winzeraufstand in der Champagne aus dem Jahre 1911 war sicher nicht der Ausdruck geologischen Übereifers sondern nur der Versuch, eine willkürliche Festschreibung des Besitzstandes abzuwehren.

In Frankreich hat die Bodenkunde innerhalb der weinbaulichen Forschung eine große Tradition. Für dortige Bodenforscher hat jede geologische Formation für jede Sorte in einem abgrenzbaren Areal ihren "Optimumspunkt" und sind benachbarte Flächen damit untergeordnet.

In Burgund entwickelte man für bestimmte Appellationen sogar einen "topo-pedologischen Qualtitätsindex". In diesem Qualitätsmaß vereinigten sich Hangneigung, Steingehalt, Durchwurzelungstiefe, Kalkgehalt, Tongehalt, sowie die Menge an austauschbarem Kalium.

Dadurch konnte man den bekannten Grand Cru - Lagen höhere Qualitätszahlen zuweisen als diejenigen Rebflächen in der weniger wertvollen Appellation Village oder Bourgogne.

Derartige Ergebnisse nähren natürlich zwangsläufig den Vorwurf, die standortkundliche Datenerhebung würde nur dazu dienen, das einmal festgelegte System der Lagenklassifikation nachträglich zu erhärten. Mit Blick auf deutsche Terrassenlagen muß man einem bekannten französischen Fachmann andererseits recht geben, wenn er in Burgund beklagt, daß wegen der schwierigen Mechanisierbarkeit "diese kalkigen Steilhänge zugunsten des flachen Schwemmlands aufgegeben werden, obwohl diese für die Produktion eines Qualitätsweines wenig geeignet sind."

Ob sich Weine tatsächlich den Böden und Standorten ihrer Herkunft zuordnen lassen, wollten deutsche Forscher in den 70er Jahren mit radiometrischen Methoden prüfen. Sie verglichen das Spurenelementmuster von Weinen und zugehörigen Böden. Nachweisbar waren lediglich Effekte des Jahrganges und der Sorten, eine Zuordnung zu den Standorten war nicht möglich. Allerdings sind während des Weinausbaus durch Filtrierung oder Schönung Verschiebungen innerhalb der Spurenelementgehalte nicht auszuschließen. Hierin zeigt sich der dominierende Einfluß der Kellerwirtschaft und der dort angewandten Verfahren.

Wärme, Wasser und Wurzel

Wie hinlänglich bekannt ist, sind Strahlungsgenuß und Wasserversorgung am ehesten qualitätsbestimmende Standortfaktoren. Ein guter Rebstandort wird daher als Puffer für Witterungsextreme nicht für einen Luxuskonsum, sondern für eine ausgeglichene, nachhaltige Bereitstellung dieser Wuchsfaktoren sorgen. Ein guter Rebstandort muß also dort sein, wo die geeignete Sorte vollständig aber langsam zur Reife gelangt.

Für Saint-Emilion wurden die Weine aus den sandigen Flachlagen als dünn bezeichnet, während die kalkigen Verwitterungsböden am Hang weitaus mehr Körper hätten. Je nach Art der Unterböden kann sich diese Situation jedoch umkehren. Tiefgehende Wurzelsysteme scheinen demnach Extremsituationen in der Wasserversorgung abfangen zu können. Dies kann sowohl für Trockenheit als auch für eventuell kurz vor der Lese fallende Niederschläge gelten. Neue Hinweise gaben Untersuchungen an australischen Reben, deren Wurzelsysteme nur in Teilbereichen unter Trockenstreß litten. Bei ihnen fand sich eine bessere Wasserausnutzung als bei gut bewässerten Pflanzen. Trockenheit im Oberboden, aber Wasserzufluß aus tieferen Bereichen, könnte also neben verringertem Ertrag die oft gerühmte Qualitätsursache bei alten Rebbeständen sein.

Düngung und Bodenpflege

Wasser- und Stickstoffversorgung sind untrennbar verbunden, in vielen Veröffentlichungen ist die Auswirkung der Stickstoffverfügbarkeit auf Qualitätsmerkmale des Weines dargelegt. Insbesondere sind bei besserer N-Verfügbarkeit (nicht N-Düngung!) vor allem der Anteil gewisser Aromakomponenten, der Gehalt an Säuren sowie die Restextraktwerte erhöht (Abb.3).

 

Abb. 5: Durch Rebflurbereinigungen oder Erdauffüllungen wurden Standorteigenschaften verändert.

Wasserbereitstellung und Bodenfruchtbarkeit sind wesentliche Standortseigenschaften, ihre Beeinflussbarkeit durch Jahreswitterung, Düngung und Bodenpflege bedarf hier keiner weiteren Erörterung. Bemerkenswerte Hinweise sind jedoch die genannten Beobachtungen an unterschiedlich mit Wasser versorgten Wurzelsystemen und der in der deutschen Weinbaupraxis weit verbreiteten Kombination von dauerbegrünten und im Sommer offen gehaltenen Rebgassen.

Buntsandstein, Granit oder Muschelkalk - schmeckt man den Unterschied?

Vor einigen Jahren kamen an der Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg ausgewählte Weine verschiedener Anbaugebiete zur Verkostung, von denen man sich bodengeprägte Unterschiede erwartete. Die paarweise probierten Weine kamen aus demselben Betrieb und sollten bei gleicher Rebsorte und gleicher Qualitätsstufe im Prädikatsbereich weitgehend gleiche Kennwerte in Bezug auf Alkohol, Extrakt und Restzucker aufweisen. Einige Weine der umfangreichen Probenfolge sind mit diesen Daten sowie Angaben zum Standort und dem Sinneneindruck der Teilnehmer in den Tabellen 1 - 3 dargestellt.

Tabelle 1: 1993 er Riesling Kabinett trocken, Rheinpfalz

Lage

Burrweiler Schäwer

Burrweiler Altenforst

Geologie, Boden

metamorpher Schiefer

lehmiger Sand, schwach kalkig

Terrassensand aus Vogesenschotter, kalkfrei

 

Relief

Hangfuß

Hangfuß

vorh. Alkohol g/l

85,7

85,2

Ges.Extrakt g/l

27,9

27,9

Zucker g/l

4,4

5,1

Ges.Säure g/l

7,8

7,6

Sinneneindruck

fruchtig nach Aprikose oder Pfirsich, nachhaltige Frische

reifes Obst, volle Würze aber weniger prägend

Ohne Zweifel unterscheiden sich die Wuchsorte der paarweise probierten Weine etwas in ihrer Wärmegunst und deutlich in ihrem Wasserhaushalt. Beim Blick auf hier jedoch nicht dargestellte Aromaprofile lassen sich besonders Einflüsse des Basen- haushaltes vermuten. Die beim Muschelkalkwein oft erkennbare "Staubnase" könnte hierin ihre Begründung haben (Tab. 2).

Tabelle 2: 1990 er Spätburgunder Spätlese, Württemberg

Lage

Marbacher Neckarhälde

Knittlinger Reichshalde

Geologie, Boden

skelettreicher toniger
Lehm aus
Muschelkalk mit Lößlehm, kaum freier Kalk

lehmiger Ton, Mittlerer Keuper , kalkreich

Relief

Steilhang, Hangkante

Mittelhang

vorh. Alkohol g/l

86,7

85,2

Ges.Extrakt g/l

35,2

35,4

Zucker g/l

14,5

14,5

Ges.Säure g/l

4,3

4,9

Sinneneindruck

Staub, ledriges Röstaroma, Dörrobst, Karamell, samtige Fülle

kurzes Röstaroma, durchlaufende Säure, strukturiert

Tabelle 3: 1993 er Riesling Auslese/Spätlese trocken, Rheingau

Lage

Hochheimer Kirchenstück Spätlese

Hochheimer Domdechaney Auslese

Geologie, Boden

sandiger Lehm aus Tonmergeln mit Löß, pH über 7

toniger Lehm aus Molassemergeln, flachgründig

Relief

Hangkante

Mittelhang

vorh. Alkohol g/l

102,3

103,6

Ges.Extrakt g/l

25,1

24,3

Zucker g/l

1,7

1,9

Ges.Säure g/l

8,1

7,5

Sinneneindruck

Honig, intensiv reife Früchte, nervig, samtige Fülle

Aprikose, füllig,gewürzig herb, nachhaltig breit

Der als weniger erdhaft beschriebene Eindruck der Schieferherkünfte könnte gleichfalls durch den in Tabelle 1 wiedergegebnen Sinneneindruck untermauert werden. Über unterschiedliche Säurespiegel können hingegen die Beurteilungen in Tabelle 3 auf einen verschieden geprägten Wasserhaushalt der beiden Standorte hinweisen.

Beim Bodenwasserhaushalt liegt auch einer der Schlüssel zu möglichen Einwirkungen des Bodens auf die Rebe und den späteren Wein.

Das geologische Ausgangsmaterial gibt die Bodenart (Körnung) und den Mineralbestand vor. Seine Widerständigkeit prägt das Relief und entscheidet damit über den Wasser- und Strahlungshaushalt des Weinbergs.

Als unterschiedliches Bodenmaterial fränkischer Reblagen an einen zentralen Versuchsstandort gebracht, in Gefäße gefüllt und mit Reben bepflanzt wurden, waren diese Effekte ausgeschaltet. In den dort gewonnenen Weinen waren die früheren Unterschiede nicht mehr auszumachen.

Durch den Boden ausgelöste Effekte sind dort am größten, wo die langjährigen klimatischen Bedingungen für die Rebe bereits hervorragend sind. In den deutschen, eher nördlichen Weinbaugebieten wirkt daher in den meisten Jahren anstatt des Bodens die Witterung weitaus stärker auf die Rebe und den Wein.

Allerdings muß angemerkt werden, dass Sorteneffekte, Traubenausreife (Lesetermin) und Ertragshöhe, sowie vor allem die Verfahren der Weinbereitung (Kaltgärung, Hefestämme, Maischegärung, Holzfass u.a.) nicht nur die Einflüsse des Standortes, sondern auch jene der Jahreswitterung deutlich überprägen.

Wie ging nun aber die Sache für die französischen Winzer aus, deren Böden für die Champagnerpoduktion als ungeeignet eingestuft wurden?

Unter dem Druck der Öffentlichkeit wurde die - für die Betroffenen - nachteilige Entscheidung nach vielem Hin und Her wieder zurückgenommen. Am 27.Juli 1927 erhielten 71 rebellische Weinbaugemeinden ihre Appellation zurück.

Literaturangaben beim Verfasser

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Dienstag, 13. Juni 2006
1921 tokaji 5 puttonos aszu - königlicher ungarischer staatskellerei
Von wein-sigihiss, 20:13

flasche war vor 2 tagen geöffnet wurde & danach nur noch zu einem drittel voll im klimaschrank aufbewahrt. bitte bei der notiz mit einbeziehen.

offene nase nach gebranntem zucker, lakritze, geschmolzene butter, bitterkaramel, touch flüchtige, orangenschale, bittere orangenmarmelade, deutliche melasse, rosinen, oxidative note im hintergrund welche aber nicht stört, am gaumen eine frische fast noch zitrusartige & saftig wirkende säure welche den wein positiv dominiert, die süsse am vorderen gaumen verliert sich richtung hinterer gaumen, schlanker wein mit rasse &  finesse, wieder bitterkaramel..malzig..tabak, bittere schokolade, etwas rosinen, trotz der säure eine samtene struktur, sherry note, hochinteressanter wein, zu einem hochwertigen käse ein genialer partner. langer frischer abgang. auf diesem niveau noch 5-7 jahre.

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Montag, 12. Juni 2006
Down with synthetic corks!
Von wein-sigihiss, 17:15

Down with synthetic corks!

10 jun 06 
 
 
Wine producers of the world, please, please, please stop using plastic corks. They are utterly infuriating.
 
There is something rather bizarre anyway about continuing to sell a commonplace consumer product that cannot be enjoyed without recourse to a special implement. Even sardine cans nowadays can be opened without a key but the majority of wine bottles require their purchasers to own, and find, a working corkscrew. So making a synthetic copy of a natural stopper which already has this considerable disadvantage seems perverse to me.
 
Then there is the question of the damage wreaked on the corkscrews of this world by said plastic corks. In my experience synthetic corks are much more reluctant to leave bottlenecks than their natural counterparts, and they regard my lovely and extremely expensive Leverpull corkscrew designed to extract the most recalcitrant of corks with two simple movements as a natural foe to be injured and preferably vanquished if at all possible.
 
Synthetic corks will respond to a remarkably narrow range of items in my drawer-ful of corkscrews, and have broken several others.
 
The other day I helped organise a charity wine tasting at my 15 year-old daughter’s school. Most of the eight wines to be tasted were stoppered with plastic corks; infuriatingly, you can’t tell what sort of cork has been used until you start to open the bottle. The girls found it impossible to extract them so my husband and I crouched over the bottles doing battle with the most powerful of our corkscrews. We weren’t sure exactly how many parents and teachers would turn up at the last minute, nor how much they would want to drink after the tasting, so decided we had better pull the corks out of all the bottles, arguing that we could always give away or sell off the bottles that remained.
 
In the end however, we had to pour the contents of about 20 spare bottles of wine down the sink. We had only those horrible plastic cylinders to re-seal them with and not one of them would go back into a bottleneck. An open bottle of wine deteriorates in hours and cannot be transported.
 
I’m sure that some synthetic corks are more flexible than others – I am told that Nomacorc is better than most – but those we encountered that evening came from at least four different sources, and they were all equally obdurate.
 
So why do wine producers use plastic corks anyway, you may ask? The ostensible reason is that they avoid any possibility that the wine will be tainted by a contaminated natural cork. The high incidence of wines spoilt by some degree of TCA (trichloroanisole) taint, still widely estimated at somewhere between three and four per cent, has indeed driven producers to look for an alternative to what has most commonly been associated with TCA taint, natural cork.
 
Badly TCA-tainted wine smells mouldy and too unappetising for anyone other than the most serious toper to contemplate drinking it. But the real problem for wine producers is the more common one of slight TCA taint which simply suppresses the fruit and makes the wine taste dull and hard. Only someone who knows what the wine should taste like can know for certain that the problem is low-level TCA rather than the wine itself, which is what has driven the world’s wine bottlers to look for alternatives to natural cork – even if the cork industry, based in Portugal, has been working hard to introduce new techniques which minimise the incidence of TCA taint in their products, and to demonstrate that TCA can arise not just from corks but other sources such as wooden pallets.
 
It is all very laudable that wine producers should want consumers to enjoy a wine exactly as they put it into the bottle but economics probably play a part in the choice of synthetic stoppers too. A plastic cork costs considerably less than a natural one – well under 3p each when a good quality cork can easily cost more than 10p.
 
The other, increasingly favoured, alternative to a natural cork is of course the metal screwcap which is much, much better at keeping harmful oxygen out of a wine bottle than a plastic cork, and more effective in this respect even than a natural cork. The first serious scientific comparative study showed that plastic corks started to let in harmful air after only 18 months.
 
I had another highly embarrassing experience of this recently when presenting a 2002 Chablis from the cork-o-phobe Michel Laroche. Like the talented Burgundian Jean-Marie Guffens of Verget, he has now offers screwcaps even for his grandest wines, but in 2002 he was still using plastic and by early 2006 this particular lot of wine was practically brown and had lost all Chablis’ characteristic freshness. It could have been storage conditions, but I suspect it was those horrid plastic corks.
 
If screwcaps are good at keeping air out, and their unit cost at around 3p (and no need for a capsule or foil over the top at around 0.8p) is low, there are two major problems with them. Firstly screwcap application requires the installation of a completely new set of machinery from the old cork insertion kit. This has discouraged many smaller producers from adopting the screwcap, or Stelvin as it is known in many markets after the market leader, and has made plastic corks seem a much more attractive alternative.
 
Synthetic corks, incidentally, have several more major drawbacks that I have not even mentioned yet. Unlike natural corks, they are non biodegradable. Furthermore, as the World Wildlife Fund, the Royal Society for the Protection of Birds and Prince Charles keep reminding us, the ecosystem of southern Portugal depends on our continuing to buy natural corks – an argument that I find less than compelling since the cork oak forests were created specifically for the cork industry, and anyway worldwide demand for natural corks is still rising since there has been such a marked shift towards selling wine in bottle rather than bulk.
 
Against screwcaps there is also the question of how we consumers feel about them. In Australia and New Zealand there is near total acceptance that this is the preferable closure. In the UK they are now commonplace in mass market wines; UK wine bottlers report that the proportion of all wine they stopper with a screwcap has risen to 85 per cent in the last three years. But in much of mainland Europe and certainly in the US there is still considerable consumer resistance.
 
Americans perhaps haven’t looked carefully enough to see how silly the plastic copies of natural cork look, or perhaps like me they are waiting for the next big thing in their bottlenecks. Can screwcaps really represent the end of the road?


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Freitag, 09. Juni 2006
41 sauternes weine aus 1928 / 29
Von wein-sigihiss, 14:28

hier nun endlich der artikel inkl. der degu-notizen zur grossen sauternes probe. des besseren lesens wegen, als word datei angehängt. dieser artikel darf nicht ohne vorherige anfrage weiterverwendet werden.

viel spass damit   sigi

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Mittwoch, 07. Juni 2006
1983 mas la plana - torres
Von wein-sigihiss, 19:30

reife nase, viel leder, rotes kompott, schöne tiefe, tabakwürzig, abgehangenes filet, touch salzig, moschus, am gaumen durchaus elegante struktur mit dezentem tannin, reifer säure, wieder leder & etwas moschus, getr.kräuter, tee, auf dem punkt,  sehr gut balanciert mit saftigerm kern, langer finessenreicher abgang, gewinnt nach ca. 1 std. deutlich an roter frucht, aber auch eine den weinen aus dem grave weinen im alter änliche mieralische & baslamico änliche nase. immer tiefer & komplexer werdend...baut sich enorm aus an der luft. klasse !!

anfangs präsentierte sich der wein als sehr gut über dem abend (4 std.) wurde er hervorragend !!

 

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Chateau Guiraud sells for € 20m
Von wein-sigihiss, 10:04

Chateau Guiraud sells for €20m
June 6, 2006
Panos Kakaviatos

Château Guiraud, the first growth Sauternes estate, sold for €20m (£13.8m) it emerged this week.

The chateau was acquired by four buyers: Robert Peugeot from the car firm of the same name, Stephan von Neipperg of Château Canon La Gaffelière in St-Emilion, Olivier Bernard of Domaine de Chevalier in Pessac-Léognan, and Guiraud's current winemaking director, Xavier Planty.

'This deal amounted to about one-twentieth of what Château Montrose cost,' Von Neipperg told decanter.com. 'And is probably the last first growth in Sauternes that can be bought at such a reasonable price.'

Chateau Montrose, the St-Estephe second-growth property, was sold earlier this year for a reported €140m (£96.5m).

Von Neipperg, who already owns several properties in Bordeaux, said that Sauternes needs to be made more fashionable, 'much like Pierre Lurton is doing at Yquem.'

'Bordeaux is conservative, and people need to be made aware that Sauternes is not just a drink for foie gras and dessert,' he said.

Von Neipperg said he was confident that the new team would do 'great things' with Château Guiraud.

Planty will retain winemaking duties with Bernard and Von Neipperg helping to market the wine.

Most shares have been bought by Peugeot, although it is understood that he will not be part of the day-to-day running of the property.

quelle: decanter.com

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Dienstag, 06. Juni 2006
EU rebuff for........over draining of wine lakes
Von wein-sigihiss, 16:58

EU rebuff for France and Italy over draining of wine lakes
By Raphael Minder in Brussels
Published: June 5 2006 03:00 | Last updated: June 5 2006 03:00

France and Italy, Europe's two leading wine producers, face a rebuff from Brussels this week over their demands for EU subsidies to turn surplus wine "lakes" into fuel or industrial alcohol.

France has asked for the European Union's executive to subsidise the so-called "crisis distillation" of 2m hectolitres of table wine and 2m hectolitres of quality wine, while Italy is seeking similarly to transform 3m hectolitres of table wine and 100,000 hectolitres of quality wine. However, despite recent lobbying by Dominique Bussereau, French agriculture minister, the European Commission is set on Wednesday to approve distillation of lower quantities and at lower prices than the two countries demanded.

The stand-off is expected just before Mariann Fischer Boel, the EU's agriculture commissioner, unveils her ideas for reform of EU wine subsidies. She said last month she would try to push through a "bold reform" to force the European wine sector to reduce capacity and help it regain market share from New World competitors such as Australia and Chile. The controversial system of crisis distillation, which cost the EU €180m ($233m, £123m) last year, will be one of the main reform targets.

A spokeswoman for Ms Fischer Boel said the high distillation demands made by France and Italy "merely reinforce why a radical reform is so important. It is a tool that was meant to be there for crisis but has become a depressingly regular feature of the regime over the last two years."

In coming weeks, Brussels will also review separate demands made by Greece and Spain for crisis distillation, although the quantities of wine involved are substantially lower.

The EU spends €1.2bn a year subsiding the wine sector, €500m of which cover different distillation practices. The wine reform is part of an attempt by Brussels to overhaul, sector by sector, some of the most inefficient and controversial aspects of the EU's common agricultural policy. Last year, EU ministers agreed to a cut in sugar subsidies, after the EU sugar regime was declared illegal by the World Trade Organisation.

Ms Fischer Boel recently forecast that the political wrangling over wine would be even more difficult than the debate over sugar, given the importance of wine in the economy and cultural heritage of France and other large member states. Fearful of the reform, the EU's four largest producers had published in April a joint memorandum arguing that crisis distillation should not only be kept but also made compulsory in some instances.

quelle: ft.com

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Montag, 05. Juni 2006
1986 tinto pesquera crinaza - cosecha especial
Von wein-sigihiss, 10:33

12,5% Vol. alkohol

etwas gezerrte nase, leicht muffig, anfangs unsauber, trocken, firne, feigen, leicht alkoholisch, reifes cassis, reife himbeeren, mit luft kommt etwas rote & schwarze kirsche dazu, unterholz, am gaumen bis auf den abgang herrlich reif und balanciert, fast wie ein reifer bdx, tannine ganz im hintergund, spürbar mineralisch, etwas rote kompott, leider steht im abgang die säure hervor & wirkt relativ kurz & ausgezerrt - die war aber 5-6 std. nach dem öffnen etwas besser. zum filet sicher eine stufe besser. für eine 20 jahre alten' crianza sehr bemerkenswert.

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1994 tour de pez
Von wein-sigihiss, 10:19

1/2 flasche

sehr deutlicher uhu ton - , dahinter dichte rote waldbeeren, rote johannisbeeren, tabak, etwas mokka, tief, ausladend, am gaumen wieder der uhu ton, jedoch nicht extrem störend, reif & weit, ausladend, reife mollige säure, feine mürbe tannine, etwas rumtopf & bitterschoko, tolle struktur mit molliger ausstattung, langer etwas amarenakirsch-artiger abgang, sehr schöner (wenn einen die uhu-note nicht stört)wein sicher noch 2-3 jahre in der 0,375 und 5-6 jahre in der 0,75 fl.

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Samstag, 03. Juni 2006
1996 vina sastre crianza, ribera del duero
Von wein-sigihiss, 19:04

sehr offen, anfangs stinker nach keller & muff, etwas schimmel & nasse champignons, mit luft kommt eine dichte mineralik & ein sehr würziger duft dazu wie sojawürze - getr. tomaten etwas oliven, ganz leicht flüchtige säure die aber nicht stört, animalisch, gewinnt an tiefe, touch preiselbeeren, am gaumen weich und reif, schöne balance, ganz leichter alkohol spürbar, samtene tannine, nasse mineralik, leder & etwas mokka, im abgang kommt ein sehr erdiger bodenton dazu. mal schauen wie sich der wein nach 2 std. verhält

2 std.: muff & schimmel sind weg, nasse erde, moschus, schwarze frucht & esspresso, am gaumen wirkt er noch etwas finessenreicher, feine mineralität, der abgang ist deutlich von roten & schwarzen waldbeeren geprägt, toller wein auf dem höhepunkt wo er sicher noch weitere 3-4 jahre bleiben dürfte.

tag danach - mit nur noch ca. 1/10 in der flasche: eine unglaublich deutliche casis note vermengt mit roten kirschen. der wein ist deutlich fruchtbetonter als am abend zuvor. fazit: nächste flasche am abend vorher öffnen. die wandlung am 2. tag ist enorm !!

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bdx 2003.....profit-gier ?
Von wein-sigihiss, 10:14

Bordeaux chateaux: fair price or 'profiteering'?
June 2, 2006
Panos Kakaviatos, and Oliver Styles

While some merchants and consumers appear increasingly jittery about Bordeaux 2005 prices, others call for calm.

While not exactly rebelling, merchants are complaining that release prices for lesser chateaux are already very high and fear that, when they are released, the top wines will be very expensive indeed.

'This whole 2005 campaign is turning into a bad joke,' proclaimed one wine buyer on the US-based wine chat board in the website of American critic Robert Parker. To the recently announced release price of Château Sociando Mallet (Haut Medoc), at €25 ex-negociant, the wine buyer wrote: 'People will tell me that the price is fair for the quality and the owner deserves the money because of the ratings by Rober Parker. All I can say is: I don't care.'

'It's scary, frustrating and aggravating,' Washington DC importer Mark Wessels told decanter.com. I'm shocked by the prices for wines like Sociando-Mallet, Beychevelle and Malartic Lagraviere and can only imagine the prices for higher-end wines.'

Others have been more direct in their attacks. In an email acquired by decanter.com, addressed to Jean-Guillaume Prats of Cos d'Estournel, a wine importer complained of the 'disrespect for buyers and clients'.

'The exaggerated ego of too many Bordeaux chateaux owners kills customer fidelity,' wrote the importer. 'How can you expect to maintain your customer base with such incomprehensible and illogical price increases? Come back to earth – your products are not the blood of Christ.'

The first wine of Cos has not been released yet, but its second wine, Pagodes de Cos, came out at €21 and is now €30.

This is 'expensive but not outrageous', one London merchant said. He pointed out that he had sold 65 cases of the wine in one afternoon, and that he had already had nearly 500 orders for Cos d'Estournel - more than twice his allocation.

He added, 'it's difficult to work out if people are complaining about the price, or the lack of availability of the wine.' Prats himself declined to comment.

Other English wine importers are airing their dismay as well, however.

'We are a little disillusioned with some in Bordeaux, who seem to be profiteering,' said John Avery MW, of Averys Wine Merchants in Bristol.

He described the release price of Château Potensac, a highly-rated cru bourgeois – over 35% on its 2003 price – as 'just plain greedy'.

'It is a great vintage, no doubt, but there is a limit to how much the customer will pay,' he wrote in a May 19 posting on his website blog.

Laurent Ehrmann of Bordeaux-based negociant Barriere Freres, conceded that the market for 2005 futures was 'a little slow or hesitant' and that some properties had gone too far with their prices. He did, however, commend chateaux such as Beychevelle for not waiting on their neighbours before releasing their prices.

A weak US dollar has proved an added headache for North American wine importers. Describing the futures campaign as 'cautious', Jim Smith, of the largest US wine wholesaler, Southern Wine and Spirits, feared an unprecedented increase in prices.

'The weak dollar is a factor, as we are going to come out with prices that are the highest in history,' said Smith.

Wessels pointed out that some chateaux were already selling at prices up to 70% higher than the latest great vintage in 2000 – partly due to the exchange rate.

'The scariest part is, if the Beychevelles and Sociandos and Lafon-Rochets are all selling quickly at these high prices, how far will the higher-end wines go?' he said.

quelle: www.decanter.com

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