Donnerstag, 29. Juni 2006
Der VDP erhält Zuwachs
Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern:
Württemberg Rheinhessen Das Weingut Gutzler stellt sich vor:
vdp auf der vinexpo asia-pacific
Drei Tage lang, vom 23.bis 25. Mai zeigten 568 Aussteller aus 28 Ländern ihre Weine. Frankreich war unübersehbar mit starker Präsenz und gut einem Drittel der Ausstellungsfläche vertreten, Italien, Argentinien und Kalifornien hatten ebenfalls investiert. Wein wird in Asien überwiegend als rot und französisch definiert. |
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bitte die pdf datei öffnen.
top füllhöhe, into neck, 12% vol. !!!!! auf die idee solch einen wein (kalifornien + 36 jahre alt +12%...kann eigentlich nur noch essig sein ???!!!) degustieren kam ich durch die seite von dr. becker - www.wineterminator.com - der alte kalifornier schon sehr oft probiert hat. seine notizen waren alles andere als schlecht - das machte mich neugierig - und das bei weinen denen man schnellsten verbrauch nachsagt.
anfangs: ganz abweisende nase nach metall - jod - etwas zahnartzt. sehr dezent im hintergund etwas ätherisches...kräuteröl. am gaumen herrlich balanciert & geschmeidig, gute säure, süsslich-bittere nussaromatik, leder, wieder etwas kräuterig & ätherische komponente, versteckte rote früchte, feingliedrig und elegant, reifer wein. die luft bekommt ihm.
nach 1 std: nase änlich, getrocknete petersilie & menthol, am gaumen immer noch so wie beim öffnen, feinkörniges tannin, säure wirkt runder, ich bin mehr als erstaunt wie der wein sich präsentiert.
2. tag: entwickelt sich noch leicht - ansonsten steht er so wie am ersten tag. wirkt etwas saftiger. hält sich auf diesem niveau sicher noch ein paar jahre.

hier der 67er dieses weines: http://sigihiss.beeplog.de/19384_143150.htm
von Dr. Dietmar Rupp
Stein und Wein -
welchen Einfluß hat der Boden auf den Weincharakter?
Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg
Im Frühjahr des Jahres 1911 rückte die französischen Armee in zahlreiche Weinbaugemeinden der Champagne ein. Der Regierung erschien dies als letztes Mittel um dort Ruhe und Ordnung wieder herzustellen. Zuvor probten wütende und rebellierende Winzer den bürgerlichen Ungehorsam: Mit roten Fahnen zogen sie durch Städte und Dörfer, enttäuschte Gemeinderäte traten geschlossen zurück.
Der Protest der Landbevölkerung war durchaus verständlich, denn den Rebflächen um Bar-sur-Aube war wenige Wochen zuvor der AOC-Status aberkannt worden.
Natürlich ging es in erster Linie um die Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen, doch wurde erneut die Frage aufgeworfen, ob unterschiedliche Böden und Landschaften tatsächlich von sich aus unterschiedliche Weinqualitäten hervorbringen.
Auch heute gibt es Bestrebungen, von unterschiedlichen Zusammensetzungen der Böden auf die Güte der darauf gewachsenen Weine zu schließen.
Wein - mehr als die Summe seiner Bestandteile
Daß die Frage des Standorteinflusses oder des Bodeneffekts nicht leicht zu beantworten ist, zeigen aber die meist allgemein gehaltenen Angaben in Werbeschriften oder die geringe Zahl von Veröffentlichungen zur weinbaulichen Standortforschung sowie die oft oberflächlichen Darstellungen des Weinjournalismus. Erschwerend kommt hinzu, daß zunächst einmal der Begriff Weinqualität definiert und Bewertungsmaßstäbe festgesetzt werden müssen.
Benotungen nach einem Punkteschema oder Rangfolgen sind hier untauglich. Weine verschiedener Standorte können gleich gut, aber dennoch verschieden sein.
Weinbeurteilung muß also nicht wertend sondern beschreibend erfolgen. Ein vielversprechender Ansatz ist die "quantitativ deskriptive Sensorik". Hierbei wird die Intensität ausgewählter Geruchseindrücke in der sensorischen Prüfung anhand von definierten Vergleichsproben zahlenmäßig bewertet.
Das Weinbukett kommt durch eine mehrphasige Entwicklung zustande: zu originären Aromen der Traube gesellen sich sekundäre Bukettstoffe die im Verlauf von Einmaischen und Gärung entstehen, weitere Überprägungen haben ihren Ursprung in Lagerung und Reife. Hinzukommende Eindrücke wie der Holzton oder gar Weinfehler seien nur am Rande erwähnt.
Um die einmal geknüpfte Verbindung zum Boden weiter zu stärken, müssen die Weininhaltsstoffe betrachtet werden, die ursächlich oder indirekt durch geogene Faktoren geprägt werden können. Abbildung 3 stellt daher den Weineindruck mit Geruch und Geschmack in den Mittelpunkt und sucht über den Bestand an Alkoholen und Aromastoffen, den Säurespiegel oder die Phenolgehalte nach Beereninhaltsstoffen, die in ihrer Menge oder Konzentration die Bildung dieser Stoffe beeinflussen. Sehr schnell wird man nun über deren Vorstufen wie Kohlenhydrate (Zucker), Aminosäuren oder Mineralstoffe zu prägenden Standorteigenschaften kommen.
Letztlich lassen sich die pflanzenphysiologisch relevanten Größen auf Strahlungsgenuß, Wasserversorgung , Mineralstoffangebot und Stickstoffverfügbarkeit einengen. Spätestens hier wird deutlich, daß originär durch Bodeneigenschaften verursachte Geschmackseindrücke generell durch Jahrgangseinflüsse überlagert werden. Wasserversorgung oder Wärmehaushalt sind eben viel mehr von Niederschlagsverteilung und Sonnenscheinstunden geprägt als durch Wasserhaltekraft oder Hangneigung.
Vom Gestein zum Weinbergsboden und zur Reblage
Zusammenhänge zwischen Reblage und Wein werden seit der Antike diskutiert. Die Mönchsorden des Mittelalters, wussten sehr wohl um die Güte ihrer Weinberge. So dienten die Flächen des Clos de Vougeot in Burgund den Ziesterziensern als regelrechte Versuchsstation auf der sie Erkenntnisse zur Verschiedenartigkeit der Weinbergsböden sammeln konnten.
Böden sind der oberste verwitterte Teil der Erdkruste. Festes Gestein zerfällt unter dem Einfluß von Temperaturschwankungen oder der Sprengkraft von Salzkristallen oder gefrierendem Wasser. Eisenhaltige Minerale oxidieren und ergeben die bräunliche Bodenfarbe. Sickerndes Wasser führt Kalk und andere Stoffe fort, Wurzeln zwängen sich in Gesteinsklüfte und aus der Streu der Pflanzen bildet sich Humus.
Die Ausprägung unterschiedlicher Bodentypen wird vom Ausgangsgestein, dem Klima, der Vegetation sowie der jeweiligen Landschaftsform verursacht. Auf kalkreichen Gesteinen wie den Keupermergeln wird beispielsweise ausgewaschener Kalk ständig aus Vorräten ersetzt. Im Gegensatz zu einem kalkarmen Ausgangsmaterial wie Schiefer oder Granit tritt daher hier keine Versauerung auf.
An Steilhängen verhindert die andauernde Erosion die Ausbildung tief verwitterter Böden, während in den Tälern die dortige Bodenbildung mit bereits aufgewittertem Material beliefert wird (Abb.2).

Abb. 2: Terrassierte Muschelkalklage am Neckar
Bei den Weinbergsböden hat der Mensch durch das Rigolen in die Bodenbildung eingegriffen, die ursprüngliche Schichtung verändert und einen einheitlichen, für die Rebe gut durchwurzelbaren Rigolhorizont geschaffen. Vor allem auf skelettreichen Standorten oder bei schweren, tonhaltigen Böden konnte dadurch die Wasser- und Nährstoffzufuhr für die Reben verbessert werden. Zu einer Nivellierung der Standortseigenschaften haben in großem Umfang die Flubereinigungen beigetragen (Abb.5).

Abb. 3: Bereits wenige Bodeneigenschaften wie Bodenfruchtbarkeit (N-Nachlieferung) oder Wasserversorgung können über die Stoffproduktion in der Rebe auf den Weincharakter einwirken.

Abb. 4: Das geologische Ausgangsmaterial beeinflußt sowohl den Mineralbestand als auch Wasser- und Strahlungshaushalt einer Reblage.
Mit dem Bohrstock zum Grand Cru?
Im französischen Weinrecht ist die Vorstellung von der "geborenen Qualität" tief verankert.
Der Begriff des "terroir", unter dem ausgewählte Parzellen mit ähnlichem Boden und Kleinklima zusammengefaßt werden ist deutlich bodenkundlich geprägt. Das deutsche Weingesetz vereint dagegen unter einer "Lage" jene Parzellen, aus deren Erträgen "gleichwertige Weine gleichartiger Geschmacksrichtung hergestellt zu werden pflegen"(!). Der Winzeraufstand in der Champagne aus dem Jahre 1911 war sicher nicht der Ausdruck geologischen Übereifers sondern nur der Versuch, eine willkürliche Festschreibung des Besitzstandes abzuwehren.
In Frankreich hat die Bodenkunde innerhalb der weinbaulichen Forschung eine große Tradition. Für dortige Bodenforscher hat jede geologische Formation für jede Sorte in einem abgrenzbaren Areal ihren "Optimumspunkt" und sind benachbarte Flächen damit untergeordnet.
In Burgund entwickelte man für bestimmte Appellationen sogar einen "topo-pedologischen Qualtitätsindex". In diesem Qualitätsmaß vereinigten sich Hangneigung, Steingehalt, Durchwurzelungstiefe, Kalkgehalt, Tongehalt, sowie die Menge an austauschbarem Kalium.
Dadurch konnte man den bekannten Grand Cru - Lagen höhere Qualitätszahlen zuweisen als diejenigen Rebflächen in der weniger wertvollen Appellation Village oder Bourgogne.
Derartige Ergebnisse nähren natürlich zwangsläufig den Vorwurf, die standortkundliche Datenerhebung würde nur dazu dienen, das einmal festgelegte System der Lagenklassifikation nachträglich zu erhärten. Mit Blick auf deutsche Terrassenlagen muß man einem bekannten französischen Fachmann andererseits recht geben, wenn er in Burgund beklagt, daß wegen der schwierigen Mechanisierbarkeit "diese kalkigen Steilhänge zugunsten des flachen Schwemmlands aufgegeben werden, obwohl diese für die Produktion eines Qualitätsweines wenig geeignet sind."
Ob sich Weine tatsächlich den Böden und Standorten ihrer Herkunft zuordnen lassen, wollten deutsche Forscher in den 70er Jahren mit radiometrischen Methoden prüfen. Sie verglichen das Spurenelementmuster von Weinen und zugehörigen Böden. Nachweisbar waren lediglich Effekte des Jahrganges und der Sorten, eine Zuordnung zu den Standorten war nicht möglich. Allerdings sind während des Weinausbaus durch Filtrierung oder Schönung Verschiebungen innerhalb der Spurenelementgehalte nicht auszuschließen. Hierin zeigt sich der dominierende Einfluß der Kellerwirtschaft und der dort angewandten Verfahren.
Wärme, Wasser und Wurzel
Wie hinlänglich bekannt ist, sind Strahlungsgenuß und Wasserversorgung am ehesten qualitätsbestimmende Standortfaktoren. Ein guter Rebstandort wird daher als Puffer für Witterungsextreme nicht für einen Luxuskonsum, sondern für eine ausgeglichene, nachhaltige Bereitstellung dieser Wuchsfaktoren sorgen. Ein guter Rebstandort muß also dort sein, wo die geeignete Sorte vollständig aber langsam zur Reife gelangt.
Für Saint-Emilion wurden die Weine aus den sandigen Flachlagen als dünn bezeichnet, während die kalkigen Verwitterungsböden am Hang weitaus mehr Körper hätten. Je nach Art der Unterböden kann sich diese Situation jedoch umkehren. Tiefgehende Wurzelsysteme scheinen demnach Extremsituationen in der Wasserversorgung abfangen zu können. Dies kann sowohl für Trockenheit als auch für eventuell kurz vor der Lese fallende Niederschläge gelten. Neue Hinweise gaben Untersuchungen an australischen Reben, deren Wurzelsysteme nur in Teilbereichen unter Trockenstreß litten. Bei ihnen fand sich eine bessere Wasserausnutzung als bei gut bewässerten Pflanzen. Trockenheit im Oberboden, aber Wasserzufluß aus tieferen Bereichen, könnte also neben verringertem Ertrag die oft gerühmte Qualitätsursache bei alten Rebbeständen sein.
Düngung und Bodenpflege
Wasser- und Stickstoffversorgung sind untrennbar verbunden, in vielen Veröffentlichungen ist die Auswirkung der Stickstoffverfügbarkeit auf Qualitätsmerkmale des Weines dargelegt. Insbesondere sind bei besserer N-Verfügbarkeit (nicht N-Düngung!) vor allem der Anteil gewisser Aromakomponenten, der Gehalt an Säuren sowie die Restextraktwerte erhöht (Abb.3).

Abb. 5: Durch Rebflurbereinigungen oder Erdauffüllungen wurden Standorteigenschaften verändert.
Wasserbereitstellung und Bodenfruchtbarkeit sind wesentliche Standortseigenschaften, ihre Beeinflussbarkeit durch Jahreswitterung, Düngung und Bodenpflege bedarf hier keiner weiteren Erörterung. Bemerkenswerte Hinweise sind jedoch die genannten Beobachtungen an unterschiedlich mit Wasser versorgten Wurzelsystemen und der in der deutschen Weinbaupraxis weit verbreiteten Kombination von dauerbegrünten und im Sommer offen gehaltenen Rebgassen.
Buntsandstein, Granit oder Muschelkalk - schmeckt man den Unterschied?
Vor einigen Jahren kamen an der Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg ausgewählte Weine verschiedener Anbaugebiete zur Verkostung, von denen man sich bodengeprägte Unterschiede erwartete. Die paarweise probierten Weine kamen aus demselben Betrieb und sollten bei gleicher Rebsorte und gleicher Qualitätsstufe im Prädikatsbereich weitgehend gleiche Kennwerte in Bezug auf Alkohol, Extrakt und Restzucker aufweisen. Einige Weine der umfangreichen Probenfolge sind mit diesen Daten sowie Angaben zum Standort und dem Sinneneindruck der Teilnehmer in den Tabellen 1 - 3 dargestellt.
Tabelle 1: 1993 er Riesling Kabinett trocken, Rheinpfalz
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Lage |
Burrweiler Schäwer |
Burrweiler Altenforst |
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Geologie, Boden |
metamorpher Schiefer lehmiger Sand, schwach kalkig |
Terrassensand aus Vogesenschotter, kalkfrei
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|
Relief |
Hangfuß |
Hangfuß |
|
vorh. Alkohol g/l |
85,7 |
85,2 |
|
Ges.Extrakt g/l |
27,9 |
27,9 |
|
Zucker g/l |
4,4 |
5,1 |
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Ges.Säure g/l |
7,8 |
7,6 |
|
Sinneneindruck |
fruchtig nach Aprikose oder Pfirsich, nachhaltige Frische |
reifes Obst, volle Würze aber weniger prägend |
Ohne Zweifel unterscheiden sich die Wuchsorte der paarweise probierten Weine etwas in ihrer Wärmegunst und deutlich in ihrem Wasserhaushalt. Beim Blick auf hier jedoch nicht dargestellte Aromaprofile lassen sich besonders Einflüsse des Basen- haushaltes vermuten. Die beim Muschelkalkwein oft erkennbare "Staubnase" könnte hierin ihre Begründung haben (Tab. 2).
Tabelle 2: 1990 er Spätburgunder Spätlese, Württemberg
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Lage |
Marbacher Neckarhälde |
Knittlinger Reichshalde |
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Geologie, Boden |
skelettreicher toniger |
lehmiger Ton, Mittlerer Keuper , kalkreich |
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Relief |
Steilhang, Hangkante |
Mittelhang |
|
vorh. Alkohol g/l |
86,7 |
85,2 |
|
Ges.Extrakt g/l |
35,2 |
35,4 |
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Zucker g/l |
14,5 |
14,5 |
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Ges.Säure g/l |
4,3 |
4,9 |
|
Sinneneindruck |
Staub, ledriges Röstaroma, Dörrobst, Karamell, samtige Fülle |
kurzes Röstaroma, durchlaufende Säure, strukturiert |
Tabelle 3: 1993 er Riesling Auslese/Spätlese trocken, Rheingau
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Lage |
Hochheimer Kirchenstück Spätlese |
Hochheimer Domdechaney Auslese |
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Geologie, Boden |
sandiger Lehm aus Tonmergeln mit Löß, pH über 7 |
toniger Lehm aus Molassemergeln, flachgründig |
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Relief |
Hangkante |
Mittelhang |
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vorh. Alkohol g/l |
102,3 |
103,6 |
|
Ges.Extrakt g/l |
25,1 |
24,3 |
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Zucker g/l |
1,7 |
1,9 |
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Ges.Säure g/l |
8,1 |
7,5 |
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Sinneneindruck |
Honig, intensiv reife Früchte, nervig, samtige Fülle |
Aprikose, füllig,gewürzig herb, nachhaltig breit |
Der als weniger erdhaft beschriebene Eindruck der Schieferherkünfte könnte gleichfalls durch den in Tabelle 1 wiedergegebnen Sinneneindruck untermauert werden. Über unterschiedliche Säurespiegel können hingegen die Beurteilungen in Tabelle 3 auf einen verschieden geprägten Wasserhaushalt der beiden Standorte hinweisen.
Beim Bodenwasserhaushalt liegt auch einer der Schlüssel zu möglichen Einwirkungen des Bodens auf die Rebe und den späteren Wein.
Das geologische Ausgangsmaterial gibt die Bodenart (Körnung) und den Mineralbestand vor. Seine Widerständigkeit prägt das Relief und entscheidet damit über den Wasser- und Strahlungshaushalt des Weinbergs.
Als unterschiedliches Bodenmaterial fränkischer Reblagen an einen zentralen Versuchsstandort gebracht, in Gefäße gefüllt und mit Reben bepflanzt wurden, waren diese Effekte ausgeschaltet. In den dort gewonnenen Weinen waren die früheren Unterschiede nicht mehr auszumachen.
Durch den Boden ausgelöste Effekte sind dort am größten, wo die langjährigen klimatischen Bedingungen für die Rebe bereits hervorragend sind. In den deutschen, eher nördlichen Weinbaugebieten wirkt daher in den meisten Jahren anstatt des Bodens die Witterung weitaus stärker auf die Rebe und den Wein.
Allerdings muß angemerkt werden, dass Sorteneffekte, Traubenausreife (Lesetermin) und Ertragshöhe, sowie vor allem die Verfahren der Weinbereitung (Kaltgärung, Hefestämme, Maischegärung, Holzfass u.a.) nicht nur die Einflüsse des Standortes, sondern auch jene der Jahreswitterung deutlich überprägen.
Wie ging nun aber die Sache für die französischen Winzer aus, deren Böden für die Champagnerpoduktion als ungeeignet eingestuft wurden?
Unter dem Druck der Öffentlichkeit wurde die - für die Betroffenen - nachteilige Entscheidung nach vielem Hin und Her wieder zurückgenommen. Am 27.Juli 1927 erhielten 71 rebellische Weinbaugemeinden ihre Appellation zurück.
Literaturangaben beim Verfasser
flasche war vor 2 tagen geöffnet wurde & danach nur noch zu einem drittel voll im klimaschrank aufbewahrt. bitte bei der notiz mit einbeziehen.
offene nase nach gebranntem zucker, lakritze, geschmolzene butter, bitterkaramel, touch flüchtige, orangenschale, bittere orangenmarmelade, deutliche melasse, rosinen, oxidative note im hintergrund welche aber nicht stört, am gaumen eine frische fast noch zitrusartige & saftig wirkende säure welche den wein positiv dominiert, die süsse am vorderen gaumen verliert sich richtung hinterer gaumen, schlanker wein mit rasse & finesse, wieder bitterkaramel..malzig..tabak, bittere schokolade, etwas rosinen, trotz der säure eine samtene struktur, sherry note, hochinteressanter wein, zu einem hochwertigen käse ein genialer partner. langer frischer abgang. auf diesem niveau noch 5-7 jahre.

hier nun endlich der artikel inkl. der degu-notizen zur grossen sauternes probe. des besseren lesens wegen, als word datei angehängt. dieser artikel darf nicht ohne vorherige anfrage weiterverwendet werden.
viel spass damit sigi
reife nase, viel leder, rotes kompott, schöne tiefe, tabakwürzig, abgehangenes filet, touch salzig, moschus, am gaumen durchaus elegante struktur mit dezentem tannin, reifer säure, wieder leder & etwas moschus, getr.kräuter, tee, auf dem punkt, sehr gut balanciert mit saftigerm kern, langer finessenreicher abgang, gewinnt nach ca. 1 std. deutlich an roter frucht, aber auch eine den weinen aus dem grave weinen im alter änliche mieralische & baslamico änliche nase. immer tiefer & komplexer werdend...baut sich enorm aus an der luft. klasse !!
anfangs präsentierte sich der wein als sehr gut über dem abend (4 std.) wurde er hervorragend !!
Chateau Guiraud sells for €20m
June 6, 2006
Panos Kakaviatos
Château Guiraud, the first growth Sauternes estate, sold for €20m (£13.8m) it emerged this week.
The chateau was acquired by four buyers: Robert Peugeot from the car firm of the same name, Stephan von Neipperg of Château Canon La Gaffelière in St-Emilion, Olivier Bernard of Domaine de Chevalier in Pessac-Léognan, and Guiraud's current winemaking director, Xavier Planty.
'This deal amounted to about one-twentieth of what Château Montrose cost,' Von Neipperg told decanter.com. 'And is probably the last first growth in Sauternes that can be bought at such a reasonable price.'
Chateau Montrose, the St-Estephe second-growth property, was sold earlier this year for a reported €140m (£96.5m).
Von Neipperg, who already owns several properties in Bordeaux, said that Sauternes needs to be made more fashionable, 'much like Pierre Lurton is doing at Yquem.'
'Bordeaux is conservative, and people need to be made aware that Sauternes is not just a drink for foie gras and dessert,' he said.
Von Neipperg said he was confident that the new team would do 'great things' with Château Guiraud.
Planty will retain winemaking duties with Bernard and Von Neipperg helping to market the wine.
Most shares have been bought by Peugeot, although it is understood that he will not be part of the day-to-day running of the property.
quelle: decanter.com
EU rebuff for France and Italy over draining of wine lakes
By Raphael Minder in Brussels
Published: June 5 2006 03:00 | Last updated: June 5 2006 03:00
France and Italy, Europe's two leading wine producers, face a rebuff from Brussels this week over their demands for EU subsidies to turn surplus wine "lakes" into fuel or industrial alcohol.
France has asked for the European Union's executive to subsidise the so-called "crisis distillation" of 2m hectolitres of table wine and 2m hectolitres of quality wine, while Italy is seeking similarly to transform 3m hectolitres of table wine and 100,000 hectolitres of quality wine. However, despite recent lobbying by Dominique Bussereau, French agriculture minister, the European Commission is set on Wednesday to approve distillation of lower quantities and at lower prices than the two countries demanded.
The stand-off is expected just before Mariann Fischer Boel, the EU's agriculture commissioner, unveils her ideas for reform of EU wine subsidies. She said last month she would try to push through a "bold reform" to force the European wine sector to reduce capacity and help it regain market share from New World competitors such as Australia and Chile. The controversial system of crisis distillation, which cost the EU €180m ($233m, £123m) last year, will be one of the main reform targets.
A spokeswoman for Ms Fischer Boel said the high distillation demands made by France and Italy "merely reinforce why a radical reform is so important. It is a tool that was meant to be there for crisis but has become a depressingly regular feature of the regime over the last two years."
In coming weeks, Brussels will also review separate demands made by Greece and Spain for crisis distillation, although the quantities of wine involved are substantially lower.
The EU spends €1.2bn a year subsiding the wine sector, €500m of which cover different distillation practices. The wine reform is part of an attempt by Brussels to overhaul, sector by sector, some of the most inefficient and controversial aspects of the EU's common agricultural policy. Last year, EU ministers agreed to a cut in sugar subsidies, after the EU sugar regime was declared illegal by the World Trade Organisation.
Ms Fischer Boel recently forecast that the political wrangling over wine would be even more difficult than the debate over sugar, given the importance of wine in the economy and cultural heritage of France and other large member states. Fearful of the reform, the EU's four largest producers had published in April a joint memorandum arguing that crisis distillation should not only be kept but also made compulsory in some instances.
quelle: ft.com
12,5% Vol. alkohol
etwas gezerrte nase, leicht muffig, anfangs unsauber, trocken, firne, feigen, leicht alkoholisch, reifes cassis, reife himbeeren, mit luft kommt etwas rote & schwarze kirsche dazu, unterholz, am gaumen bis auf den abgang herrlich reif und balanciert, fast wie ein reifer bdx, tannine ganz im hintergund, spürbar mineralisch, etwas rote kompott, leider steht im abgang die säure hervor & wirkt relativ kurz & ausgezerrt - die war aber 5-6 std. nach dem öffnen etwas besser. zum filet sicher eine stufe besser. für eine 20 jahre alten' crianza sehr bemerkenswert.

1/2 flasche
sehr deutlicher uhu ton - , dahinter dichte rote waldbeeren, rote johannisbeeren, tabak, etwas mokka, tief, ausladend, am gaumen wieder der uhu ton, jedoch nicht extrem störend, reif & weit, ausladend, reife mollige säure, feine mürbe tannine, etwas rumtopf & bitterschoko, tolle struktur mit molliger ausstattung, langer etwas amarenakirsch-artiger abgang, sehr schöner (wenn einen die uhu-note nicht stört)wein sicher noch 2-3 jahre in der 0,375 und 5-6 jahre in der 0,75 fl.

sehr offen, anfangs stinker nach keller & muff, etwas schimmel & nasse champignons, mit luft kommt eine dichte mineralik & ein sehr würziger duft dazu wie sojawürze - getr. tomaten etwas oliven, ganz leicht flüchtige säure die aber nicht stört, animalisch, gewinnt an tiefe, touch preiselbeeren, am gaumen weich und reif, schöne balance, ganz leichter alkohol spürbar, samtene tannine, nasse mineralik, leder & etwas mokka, im abgang kommt ein sehr erdiger bodenton dazu. mal schauen wie sich der wein nach 2 std. verhält
2 std.: muff & schimmel sind weg, nasse erde, moschus, schwarze frucht & esspresso, am gaumen wirkt er noch etwas finessenreicher, feine mineralität, der abgang ist deutlich von roten & schwarzen waldbeeren geprägt, toller wein auf dem höhepunkt wo er sicher noch weitere 3-4 jahre bleiben dürfte.
tag danach - mit nur noch ca. 1/10 in der flasche: eine unglaublich deutliche casis note vermengt mit roten kirschen. der wein ist deutlich fruchtbetonter als am abend zuvor. fazit: nächste flasche am abend vorher öffnen. die wandlung am 2. tag ist enorm !!

Bordeaux chateaux: fair price or 'profiteering'?
June 2, 2006
Panos Kakaviatos, and Oliver Styles
While some merchants and consumers appear increasingly jittery about Bordeaux 2005 prices, others call for calm.
While not exactly rebelling, merchants are complaining that release prices for lesser chateaux are already very high and fear that, when they are released, the top wines will be very expensive indeed.
'This whole 2005 campaign is turning into a bad joke,' proclaimed one wine buyer on the US-based wine chat board in the website of American critic Robert Parker. To the recently announced release price of Château Sociando Mallet (Haut Medoc), at €25 ex-negociant, the wine buyer wrote: 'People will tell me that the price is fair for the quality and the owner deserves the money because of the ratings by Rober Parker. All I can say is: I don't care.'
'It's scary, frustrating and aggravating,' Washington DC importer Mark Wessels told decanter.com. I'm shocked by the prices for wines like Sociando-Mallet, Beychevelle and Malartic Lagraviere and can only imagine the prices for higher-end wines.'
Others have been more direct in their attacks. In an email acquired by decanter.com, addressed to Jean-Guillaume Prats of Cos d'Estournel, a wine importer complained of the 'disrespect for buyers and clients'.
'The exaggerated ego of too many Bordeaux chateaux owners kills customer fidelity,' wrote the importer. 'How can you expect to maintain your customer base with such incomprehensible and illogical price increases? Come back to earth – your products are not the blood of Christ.'
The first wine of Cos has not been released yet, but its second wine, Pagodes de Cos, came out at €21 and is now €30.
This is 'expensive but not outrageous', one London merchant said. He pointed out that he had sold 65 cases of the wine in one afternoon, and that he had already had nearly 500 orders for Cos d'Estournel - more than twice his allocation.
He added, 'it's difficult to work out if people are complaining about the price, or the lack of availability of the wine.' Prats himself declined to comment.
Other English wine importers are airing their dismay as well, however.
'We are a little disillusioned with some in Bordeaux, who seem to be profiteering,' said John Avery MW, of Averys Wine Merchants in Bristol.
He described the release price of Château Potensac, a highly-rated cru bourgeois – over 35% on its 2003 price – as 'just plain greedy'.
'It is a great vintage, no doubt, but there is a limit to how much the customer will pay,' he wrote in a May 19 posting on his website blog.
Laurent Ehrmann of Bordeaux-based negociant Barriere Freres, conceded that the market for 2005 futures was 'a little slow or hesitant' and that some properties had gone too far with their prices. He did, however, commend chateaux such as Beychevelle for not waiting on their neighbours before releasing their prices.
A weak US dollar has proved an added headache for North American wine importers. Describing the futures campaign as 'cautious', Jim Smith, of the largest US wine wholesaler, Southern Wine and Spirits, feared an unprecedented increase in prices.
'The weak dollar is a factor, as we are going to come out with prices that are the highest in history,' said Smith.
Wessels pointed out that some chateaux were already selling at prices up to 70% higher than the latest great vintage in 2000 – partly due to the exchange rate.
'The scariest part is, if the Beychevelles and Sociandos and Lafon-Rochets are all selling quickly at these high prices, how far will the higher-end wines go?' he said.
quelle: www.decanter.com
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