Samstag, 30. September 2006
1945 clos larrivat - saint-croix-du-mont
anfangs stark laktische komponente - braucht mind. 30 min. im glas oder eine karaffe, brauner zucker & leicht bitteres karamell, malzbonbon, wird immer komplexer mit luft - die nase wird "heller" & klarer, touch panna cotta, feine vanille. am gaumen mit stoffiger art, satte säure wird von reifer süsse ausbalanciert, deutliches karamell, helle schoki, sehr gut eingebundener alkohol, mineralische note ganz im hintergrund, noch kraft, langer satter abgang, mir unbeanntes chateau - umso grösser war die überraschung. lohnt sich zu kaufen - sehr günstig wenn man ihn findet, sicher noch weitere 10-15 jahre. klasse.
Freitag, 29. September 2006
Mittelburgenland becomes Austria's second DAC
Mittelburgenland in Austria has just become the second of the country´s 19 wine growing areas to officially adopt the DAC appellation system.
Donnerstag, 28. September 2006
Neue Vorschriften für Handgepäck.
28.09.2006. Die EU hat neue Vorschriften für das Handgepäck in Flugzeugen erlassen, die speziell Winzer, die zu Veranstaltungen reisen treffen.Ich komme gerade aus dem Piemont, mit drei Flaschen Barolo im Handgepäck. Heute ging's noch. In ein paar Tagen nicht mehr. Die so genannten "EU-Flugsicherheitsexperten" der 25 Mitgliedstaaten haben sich heute in Brüssel auf eine drastische Beschränkung von Flüssigkeiten im Handgepäck geeinigt. Ab Anfang November dürfen auf Flügen nur noch durchsichtige 100-Milliliter-Fläschchen aus Plastik an Bord mitgenommen werden und sie müssen bei der Sicherheitskontrolle in einem durchsichtigen Plastiksackerl extra kontrollierbar sein. Verschärft werden auch die Kontrollen von Laptops, die in Zukunft immer ausgepackt werden müssen, Mäntel und Jacken werden durchleuchtet. (Beides war allerdings in der Regel ja auch jetzt schon überall der Fall). Handgepäck muss kleiner sein. Außerdem wird ab Mai nächsten Jahres die Größe des Handgepäcks schärfer kontrolliert. Die Einigung - drei Länder sollen laut EU-Kreisen dagegen gestimmt haben - wird voraussichtlich nächsten Mittwoch von der EU-Kommission formell beschlossen und dann im Amtsblatt der EU veröffentlicht. 20 Tage später, also etwa Anfang November treten die neuen Bestimmungen in Kraft. Man könne sich den aktuellen Entwicklungen in der Luftfahrt nicht verschließen. Für die neue, strengere Größenbeschränkung des Handgepäcks wurde eine Übergangsfrist von 6 Monaten beschlossen. Kabinen-Koffer dürfen damit ab etwa Mai 2007 nicht mehr größer als 56 x 45 x 25 cm sein. Ausnahmen soll es etwa für Musikinstrumente geben. Wein nur mehr aus den Duty-Free-Shops. Wein oder Schnäpse aus den Duty-Free-Shops bzw. Travel-Value-Läden, die nach der Sicherheitskontrolle gekauft wurden, sollen auch weiter an Bord erlaubt sein. Im Vorfeld war von versiegelten Taschen die Rede gewesen. Der Wein-Laden in Schwechat wäre somit zum Zusperren verurteilt, da er noch vor den Sicherheitskontrollen liegt. Die Beschränkungen für Flüssigkeiten gelten auch für Pasten, Gels und Cremen, womit auch Kosmetika oder Haargel weiter im Handgepäck bleiben dürfen. Wieviele 100ml-Liter Flacons und Dosen genau an Bord dürfen, spezifizieren die Experten nicht, sie müssen aber leicht in ein "wiederverschließbares transparentes Plastisackerl mit maximal 1 Liter Inhalt passen", heißt es wörtlich. In einem solchen Sackerl müssen sie auch an der Sicherheitskontrolle vorgewiesen werden. Durchsichtiges Plastik auch für die USA. Fast gleichlautend hat die US-Verkehrssicherheitsbehörde (TSA) die Bestimmungen heute "gelockert", dort waren ja sogar Shampoo-Flascherl verboten. Danach wird ab Dienstag erlaubt, kleine Shampoo-Flaschen, Deodorant, Zahnpasta und Gel mit einem Gewicht von maximal jeweils 84 Gramm auf US-Flügen mitzunehmen. Alle Artikel müssten jedoch separat in einem durchsichtigen Ein-Liter-Plastikbeutel mit Reissverschluss transportiert werden, teilte die Behörde in Washington mit. Auch die Mitnahme von Getränken wird wieder gestattet, wenn diese im Duty-Free-Shop oder in Läden gekauft werden, die sich nach der Personen- und Handgepäckkontrolle befinden. Die Mitnahme von Flüssigkeiten an Bord von Flugzeugen wurde am 10. August nach Aufdeckung von Anschlagsplänen gegen US-Flugzeuge erlassen. Das Verbot hatte zu grossem Ärger bei Flugreisenden geführt, weil beispielsweise keine Toilettenartikel mehr im Handgepäck mitgenommen werden durften. quelle: www.winetimes.at
Mittwoch, 27. September 2006
96 chardonnay sj - johner
mittlere intensität, reife birne vermengt mit tabakwürze, deutlich mineralisch, etwas frische aprikose & stachelbeere, alles sehr rassig & edel - nicht fett oder breit, unheimlich tief. am gaumen weich & rund mit einer grandiosen rassigen säure, satte mineralität, kraft, wieder tabakwürze, touch zitrone, orangenschale, ausladende aber nicht breite struktur, sehr langer mineralischer abgang. sicher noch 2-3 jahre in diesem optimalen reifestadium. klasse. !! 7 flaschen eingekauft vor 3 jahren für damals € 14.- bei einem händler der meinte der wein hatte er vor ein paar tagen probiert - ist schon weit über dem zenit. deutsche burgunder aus den jahren 95 - 96 - 97 sind absolut empfehlenswert - natürlich nur weine von qualitätswinzern!!
Montag, 25. September 2006
1928 paternina gran reserva - rioja
mid bis upper shoulder, korken sehr mürbe aber dicht - dürfte original korken sein. eine sehr offene typische alte rioja nase - deutliche oxidationsnoten, (erster gedanke beim riechen: 47 cheval blanc, sehr änlich diese intensive bitterschoko nase mit etwas süsslicher portnote, hochkomplex & tief, hat nicht die dichte & wucht des cheval aber in der aromatik sehr änlich), ganz feine delikate bitterschoko, espresso, frisch gemahlene kaffeebohnen, karamellig, milchschoko & lebkuchen, wunderbar! am gaumen sehr seidene & filigrane struktur, beste balance, zart, elegant, alles mit einer gehörigen oxidativen note, getr. feigen & lebkuchen, deutliche stützende säure welche nach ca. 1 std. leicht hervor kommt, ein toller feingliedriger abgang. der wein bleibt so auf diesen niveau. klasse! dürfte diese niveau noch einige jahre behalten wenn die flasche gut gelagert war. ein 78 jahre alter herr in bester verfassung.
82 mayacamas cabernet sauvignon
12.5% vol., brauchte etwas zeit aber dann kam ein betörrendes bukett von dichten reifen johannisbeeren, etwas minze, holunder auf, eine reife cabernet nase im besten sinne, tief & herrlich komplex. am gaumen konnte der wein nicht ganz das halten, reif, weiche sehr breite säure, gute balnce, samtig, länge fehlt etwas. insgesamt ein sehr schöner wein, aber mehr erwartet.
74 beaulieu georges de latour privare reserve
jahrgang war per hand auf dem rückenetikett - also eine sehr unsichere sache was den jahrgang anbetrifft. korken war original. stinkig, tot, scharf, flach. indiskutabel!! ob das wirklichnder 74er war? ich glaube eher das war der 73er.
73 cabernet-sauvignon - heitz
sehr reife nase, anfangs leicht muffig & dumpf, wird besser nach 30 min. aber nicht mehr als ok, am gaumen hohe hervorstehende säure, leichte mineralische noten, kurz, etwas schärfe im abgang. zu einem stück fleisch evtl. etwas besser.
45 roumieu
burgunderflasche, unpassendes etikett (war nicht für eine burgunderflasche gedacht), glasflasche dürfte älter sein. da aber kriegsjahrgang ist dies durchaus üblich. man musste nehmen was noch zu an flaschen überhaupt übrig war, in dieser zeit, zum abfüllen. reife sehr schöne nase, elegant, cognac ansatz, getr. pfirsiche, helle aromatik, touch karamell, sahne, orangenschale. am vorderen gaumen schöne süsse & leichtere struktur, mitte immer noch sehr fein...reif & elegant wirkend, aber auch stumpf & phenolisch (gerbstoffnoten), etwas hervorstehende säure, wie die schale von - reifen mit sonnenflecken - trauben, wird sehr flach zum abgang hin, keine länge....noch gut zu trinken aber nicht mehr.
1913 lafaurie-peyraguey
direkt vom chateau, durch jürg richter, erworben. blind eingeschenkt & in die 50er gesteckt. auf ein sehr gutes jahr getippt (dichte & hohe säure, reichlich botrytis, satte süsse) sehr wuchtige..dichte...umwerfende nase, botritys, sattes frisches malz, malzbonbon, alles klar & rein wie es nur sein kann, rosinen, getr. aprikose, steht im glas wie eine eins. am gaumen massive süsse-säure kombination, sehr dicht, satt, wieder eine malznote mit etwas korn, melasse & etwas schoko, birne, extrem lang & dichter von dem süsse-säure spiel betonter abgang. die süsse könnte einen touch zu aufgesetzt sein - wenn der wein aus 13 ist = ein überirdischer 13er!! der hält sich sicher noch weitere 20-30 jahre. für die möglichkeit sowas zu verkosten, ein grosses dankeschön an jürg richter. viele personen wird es nicht geben die diesen wein jemals verkostet haben.
Sonntag, 24. September 2006
98 chardonnay reserve - markowitsch
opulente & kraftvolle nase, deutliche honignoten, deutliches holz, gekochtes gemüse, satte würze, reife banane, frische kräuter, am gaumen mollig, wuchtig, wieder eine satte würze, reife säure, leicht salzig mineralische note, ausladend, wieder honig, süssliches karamell, panna cotta, touch fenchel, sehr lang und wuchtiger abgang. ein fast noch fetter wein - neue welt.. wirkt leicht süsslich am gaumen - evtl. etwas rz. herrlich reif im moment, eher kein wein zum essen. sicher noch weitere 5 jahre. nichts für eleganz-trinker, aber grossartig.
Samstag, 23. September 2006
Burgundy legend Jayer dies
VWS gegründet
am 13.09.2006 fand die gründungssitzung der Vereinigung geprüfter Weinfachberater & Sommeliers (IHK) = VWS statt. wir werden von den aktivitäten berichten. sigi hiss
Dienstag, 19. September 2006
00 sails red - heribert bayer
sehr dichte, kompakte & konzentrierte nase, kirschkern, walnuss, bitterer kakao, touch waldbeeren & etwas lakritze, mit luft gewinnt das bukett an tiefe & komplexität. am gaumen ein exaktes abbild der nase...kirschkern...feinste schwarze schokolade...samtene tannine gepaart mit einer spürbaren säure, fest, dicht, wirkt unerschütterlich am gaumen, langer kompakter von waldbeeren begleiteter abgang. grosser wein der am anfang seiner entwicklung steht. mit reife wird er sicherlich finessenhafter & eleganter. momentan ein kraftsportler. schokolade mit hohem kakao-anteil dürfte sehr gut zu diesem wein passen. 2. tag: nase verliert die die walnuss & den bitterkakao & geht in die schwarze kirsche & brombeerige richtung, ebenfalls kommt eine rumtopfnote dazu, allgemein etwas feingliedriger. am gaumen ausladender & weicher, die säure ist immer frisch & geradeaus. klasse.
zwei neue mitglieder im vdp - baden
neu im vdp - baden sind die weingüter lämmlin-schindler aus schliengen-mauchen und hartmut schlumberger aus laufen. beide zählen seit jahren zur qualitativen spitze in baden. http://www.laemmlin-schindler.de/ http://www.schlumbergerwein.de/
vdp grosse gewächse - m-s-r
hier mosel-saar-ruwer
Montag, 18. September 2006
99 in signo leonis - heribert bayer
neckenmarkter cuvee - Blaufränkisch, Zweigelt, Cabernet Sauvignon ?, ! flasche war 3 tage offen mit nur noch 1/3 inhalt im klimaschrank! sehr offene nase, getr. kräuter, etwas pinienduft & tannennadeln, kühle brombeere, ätherische komponente, sehr komplex & tief, am gaumen rassige struktur, spürbare klare säure, dezente leicht rauhe tannine, unterholz, waldnoten, im hintergrund rote kirsche, feiner mineralischer touch - leicht kalkige note, trocken, langer rassiger abgang. klasse wein der nach 3 tagen noch so da steht. sicher noch 3-4 jahre. von rasse und geradliniegkeit lebender wein.
Sonntag, 17. September 2006
02 chardonnay spätlese tr. - lämmlin-schindler
mauchener frauenberg (kalkgestein mit unterschiedlicher lössauflage) sehr offene & reife nase, hochreife orangen - grapefruit, tabakwürze, leichte cremige noten, frische kräuter - minze, zwar dicht aber nicht aufdringlich. am gaumen saftige & volle art, rund mit guter säure im hintergrund, balanciert & auf dem punkt, etwas mineralik, wieder würzige komponenten, helles reifes obst in schöner balance, mittlerer bis langer durchaus druckvoller abgang, ein toller markgräfler auf dem punkt. noch 2 jahre ein vergnügen !
Freitag, 15. September 2006
4 neue AOC's in frankreich
INAO recognises new appellations quelle: www.decanter.com
Dienstag, 12. September 2006
rücktritt von salm - offizielle meldung
vdp grosse gewächse - franken
hier die weine aus franken.
Montag, 11. September 2006
prinz von salm kündigt rücktritt an
Prinz zu Salm-Salm kündigt Rücktritt vom VDP-Vorsitz an quelle: www.enobooks.de
vdp grosse gewächse - baden
hier die weine aus baden.
Holzchips kommen vermutlich im Herbst
Nach Einschätzung des baden-württembergischen Landwirtschaftsministers können die deutschen Winzer schon in wenigen Wochen mit dem Einsatz von Holzchips beginnen.
CDU-Minister Peter Hauk, zuständig für Ernähung und ländlichen Raum, zeigte sich zuversichtlich, dass die Ausführungsbestimmungen rechtzeitig für den Jahrgang 2006 in Kraft treten werden. Die Europäische Union hatte bereits Ende 2005 der Verwendung von Eichenchips im Prinzip zugestimmt, allerdings noch keine Details bekannt gegeben. Hauk verteidigte den Zusatz von Chips aufgrund des weltweiten Wettbewerbs, wandte sich aber vehement gegen önologische Verfahren, wie sie in den USA zugelassen seien. quelle: www.wein-plus.de
Freitag, 08. September 2006
Neue Klassifikation für Saint-Émilion
Die neue Klassifikation für Saint-Émilion ist kein Geheimnis mehr. Zahlreiche Weingüter wurden abgestuft.
Die neue Klassifikation wird nach bislang noch inoffiziellen Angaben aus Bordeaux wie folgt aussehen: Premiers Grands Crus Classés "A" Château Ausone Château Cheval Blanc Premiers Grands Crus Classés "B" Château Angélus Château Beauséjour Château Beau-Séjour-Bécot Château Belair Château Canon Château Figeac Château La Gaffelière Château Magdelaine Château Pavie Château Pavie-Macquin (aufgestuft) Château Troplong-Mondot (aufgestuft) Château Trottevieille Clos Fourtet Grands Crus Classés: Château Balestard la Tonnelle Château Bellefont-Belcier (aufgestuft) Château Bergat Château Berliquet Château Cadet Piola Château Canon-la-Gaffelière Château Cap de Mourlin Château Chauvin Château Corbin Château Corbin Michotte Château Dassault Château Destieux (aufgestuft) Château Fleur-Cardinale (aufgestuft) Château Fonplégade Château Fonroque Château Franc Mayne Château Grand Corbin Château Grand Corbin Despagne (aufgestuft) Château Grand Mayne Château Grand Pontet Château Haut Corbin Château Haut Sarpe Château L’Arrosée Château La Clotte Château La Couspaude Château La Dominique Château La Serre Château La Tour Figeac Château Laniote Château Larcis Ducasse Château Larmande Château Laroque Château Laroze Château Le Prieuré Château Les Grandes Murailles Château Matras Château Monbousquet (aufgestuft) Château Moulin du Cadet Château Pavie-Decesse Château Ripeau Château Saint-Georges-Côte-Pavie Château Soutard Clos de l'Oratoire Clos des Jacobins Clos Saint-Martin Couvent des Jacobins Zurückgestuft wurden: Château Bellevue Château Cadet Bon Château Curé Bon Château Faurie-de-Souchard Château Guadet Saint-Julien Château La Clusière Château La Tour du Pin-Figeac (Belivier) Château La Tour du Pin-Figeac (Moueix) Château Lamarzelle Château Petit-Faurie de Soutard Château Tertre Daugay Château Villemaurine Château Yon-Figeac quelle: www.wein-plus.de
Donnerstag, 07. September 2006
vdp grosse gewächse vorpremiere in wiesbaden
28./29. august 2006zum dritten mal wurden in den wiesbadener kurkolonnaden die großen gewächse dem ausgewählten fachpublikum vorgestellt. dass der deutsche wein im allgemeinen und die spitzengewächse des vdp’s im speziellen, an internationaler bedeutung gewinnen, lässt sich an der teilnahme bekannter weinexperten aus ganz europa belegen. jancis robinson mw, tom stevenson, dr. schuler mw, helmut knall und andere waren vor ort. aus deutscher sicht war ebenfalls das who is who anwesend. marcus hofschuster, armin diel, jürgen fendt, jürgen von der mark mw sind hier stellvertretend zu nennen.
der ablauf bzw. die praktische durchführung der probe, die über 2 tage und ca. 250 weine gehen konnte, kann man nur als absolut professionell bezeichnen. weissweine aus 2005, rotweine aus 2004 mit ein paar nachzüglern aus 2003. die weine wurden an den tisch gebracht und eingeschenkt. die geschwindigkeit konnte jeder seinen persönlichen vorlieben nach gestalten. einige haben wohl das gesamte sortiment verkostet, andere wiederum nur einen kleinen teil davon. je nachdem ob man sich einen überblick über den jahrgang verschaffen oder einzelne weinregionen oder winzer genaustens beurteilen wollte – alles war möglich. dem service vor ort muss man ein großes kompliment machen, auch wenn der eine oder andere teilnehmer manchmal etwas säuerlich drein schaute, wenn es ein paar minuten dauerte, bis eine servicekraft frei wurde.
der allgemeine eindruck des 2004 / 2005 ist sehr gut bis stellenweise hervorragend. Aber es gab auch weine die nicht die geforderte qualität eines großen gewächses hatten. die spätburgunder sind auf hohem niveau mit sehr gutem lagerpotenzial. eine sehr gute Balance von tannine - säure - extrakt - alkohol kennzeichnet diese. der barrique-einsatz ist bei allen gelungen, wobei man natürlich in diesem Stadium das holz noch deutlich wahrnimmt. dies wird sich aber mit der zeit einbinden. keiner der weine war etwa überholzt. die weissburgunder zeigten fast nahtlos eine sehr hohe qualität - wobei auch hier die balance der tannine, säure, extrakte und alkohol zueinander die stärke in 2005 sind.
bei den rieslingen fiel uns bei manchen weinen extreme gerbstoffe auf, wohl bei den meisten durch eine lange maischestandzeit hervorgerufen - manche weine gehen daran förmlich kaputt. im allgemeinen jedoch ein sehr gut jahrgang. manche gebiete zeichneten sich aber durch eine sehr inhomogene qualitätsbreite auf. es wurde sehr wenig mit restsüße versucht zu retuschieren und künstlich exotische fruchtcocktails waren nahezu nicht zu finden - eine sehr positive entwicklung.
die einzelnen verkosteten regionen folgen demnächst und werden laufend aktualisiert: baden http://sigihiss.beeplog.de/19384_174533.htm
sigi hiss
sektverkostung mit tom stevenson
Sektverkostung durch T. Stevenson, M. Schmidt und S. HissVon Sigi HissAm Vorabend der diesjährigen „Große Gewächse“ Premiere des VDP in Wiesbaden, wurden 65 deutsche Sekte der Kategorien Brut und Extrabrut, in den Räumen der Weinfachhandlung Breunig im fränkischen Haibach verkostet. Der Autor traf unter den 105 eingesandten Sekten die Vorauswahl, 65 Schaumweine kamen in die Bewertung. Die Degustation sollte den Verkostern, vor allem Tom Stevenson, einen Überblick über den aktuellen Stand deutscher Sekterzeugung geben. Er ist unter anderem der Verfasser des „Wine Report“ und der „Sotheby’s World Encyclopedia of Champagne & sparkling wine“ und wird die Resultate in die nächsten Ausgaben, mit einfließen lassen. Verkostet wurde offen, da nicht die einzelnen Platzierungen, sondern der allgemeine Qualitätsstand erfasst werden sollte. Der VDP unterstützte die Probe, indem er seine Mitglieder in einem Rundschreiben bat, ihre Sekte anzustellen. Auch einige Weingüter die nicht Mitglied des VDP sind stellten ihre Sekte zur Probe an. Während der Verkostung konnte jeder Juror ein oder mehrere Sekte des jeweiligen Flights für die Gruppe der Besten benennen. 14 Schaumweine schafften es in diese „Finale“. Unter ihnen wurden sechs als die Besten ermittelt. Probiert wurden zuerst die Extrabrut und danach die Brut Sekte. Innerhalb dieser Einteilung kamen zuerst die Burgunder und danach die Rieslinge an die Reihe. Ergebnis Auf alle 105 eingesandten Sekte bezogen, kann man folgende einfache, aber aussagekräftige Einteilung vornehmen:
Kork 10% Fehlerhaft – Unsauber - Oxidiert 10% Einfache Qualität 36% Gute Qualität 30% Sehr gute Qualität 10% Top Qualität 4% Weltklasse 0% Beginnen wir mit den zu kritisierenden Punkten. Man muss klar feststellen, dass kein Sekt dabei war, der an die Qualität – nicht an den Stil! - eines großen Champagners heran kam. Zugegeben, dies wäre auch nur zu erhoffen, aber nicht zu erwarten gewesen. Des Weiteren war das allgemeine Niveau der 105 Sekte kein Anlass, in Jubel auszubrechen - waren doch einige Sekte deutlich über dem Zenit oder hatten gar UTA und hätten also erst gar nicht angestellt werden sollen. Keine neue Erfahrung, leider.
Wenn man den Anspruch des VDP, die Spitze in Deutschland zu repräsentieren, ernst nimmt, sind die Zahlen erschreckend. Der Anteil von Weinen der Kategorien, Fehlerhaft - Einfache Qualität - Gute Qualität, war viel zu hoch, Top Qualität zu selten und das gänzliche Fehlen von Weltklasse mehr als bedauerlich. Immerhin ein Großteil der Sekte war aus dem VDP, dass Schaumweine nicht in deren Statuten vorkommen, spielt keine Rolle. In einem Spitzenbetrieb sollte jeder erzeugte Wein ernst genommen werden. Genau dies fehlt bei deutschen Sekten des öfteren, was schmeckbar ist. Sekt wird oft nur als „nebenherfahrendes“ Produkt hergestellt, was einerseits sehr schade und andererseits fast schon als fahrlässig zu bezeichnen ist. Bei den Rieslingsekten war das typische Pfirsicharoma bei relativ vielen Sekten sehr künstlich, parfümiert und teilweise ins seifige gehend.
Nun zu den positiven Aspekten. Da gab es mineralische Rieslingsekte, mit einer saftigen und gleichzeitig knackigen Säure, mit erdigen, nach Schiefer und Weinbergspfirsich schmeckenden Aromen, vertreten. Diese Terroir, das fast nur in Deutschland zu finden ist, könnte ohne weiteres die Basis für Schaumweine sein, die in der Liga großer Champagner mitspielen. Zu wenige erkennen und nutzen diese Nische im Schaumweinmarkt aus.
Bei den Burgundersekten waren einige sehr stoffige und cremige darunter, welche sich nicht zu verstecken brauchen. Eleganz und Finesse zeichneten ebenfalls einige Weine aus, das lange Hefelager war hier klar zu erkennen. Sicher ein Grundbaustein für komplexe Schaumweine.
Der Einsatz der Dosage wurde im allgemeinen sehr gut gehandhabt. Sowohl die Balance als auch die Einbindung war ohne Kritikpunkte. Hier kann man in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung erkennen. Nur wenige Weine fielen durch zu hohe oder nicht eingebundene Dosage auf. Bei den Extrabrut war das Niveau sehr hoch. Da Extrabrut, schwache oder mittelmäßige Grundweine gnadenlos aufdeckt, ist das ein sehr gutes Ergebnis.
Eher unbekannte Weingüter fielen mit erstaunlichen Qualitäten auf. Zitat Stevenson:“ Ein paar neue Namen, die ich mir sicher notieren werde“. Michael Schmidt, der für die deutschen Abschnitte der Stevenson - Bücher verantwortlich zeichnet, sah das sehr ähnlich. Der Autor kann dem nicht widersprechen. Fazit Ich hätte mir ein höheres Qualitätsniveau erhofft, im speziellen sollten bei solch einer Probe, keine fehlerhaften Weine dabei sein. Das allgemeine Ergebnis enttäuschte schon teilweise, nicht so sehr Tom Stevenson, der dies in etwa so erwartet hatte. Der Autor war sich vor der Probe sicher gewesen, da komme deutlich mehr.
Der deutsche Sekt könnte, bei einer mehr auf die spezifischen Anforderungen von Schaumweinen ausgerichteten Produktion, eine ernsthafte Alternative zum Champagner sein. Es wird hier eine kleine, sehr feine und auch prestigeträchtige Marktnische vernachlässigt. Bei einem Mindestpreis von € 20.- für Champagner kann ein deutscher Winzer sicher auch noch sehr gutes Geld verdienen, vorausgesetzt er verschreibt sich kompromisslos der Qualität.
Ein paar Impressionen der Verkostung
tom bei der arbeit stillleben
konzentration
michael schmidt & tom stevenson
von links: stevenson, schmidt, hiss, breunig
Mittwoch, 06. September 2006
2004 pinot noir "have a nice day" - von der mark
2. jahrgang - weingut jürgen von der mark MW, 100% pinot noir, relativ offene & locker strukturierte nase, tief, erdig, reife mürbe erdbeeren & himbeeren, holz noch erkennbar, alles filigran & elegant, mit luft kommen etwas walnüsse, getr. laub & etwas moos durch. am gaumen trotz lockerer struktur gewisse dichte, kein vorschlaghammer sondern feines werkzeug, sattes aber mürbes tannin, frische dem wein rasse gebende säure, dezente mineralität, aromatik wie in der nase, jetzt sehr gut zu trinken mit weitern 5-6 jahren an potential. hohe balance, im langen eher rassigen abgang deutlich feinherbe walnussnote. nach 2 std.: keine signifikante änderung, 2. tag:am gaumen kommt etwas mehr druck, wein verändert sich kaum, gewinnt etwas an tiefe am gaumen, immer noch sehr elegant.
Samstag, 02. September 2006
02 riesling "alte reben" stielweg - künstler
sehr offene nase, tiefe, kompakt & komplex, helles steinobst, orangen & grapefruit, etwas wachsige ansätze, anfangs brotkrumen , ätherischer touch, auch etwas ganz heller honig, am gaumen dicht, unterlegte mineralik, kräftige leicht zitronige säure, wieder etwas wachs, grapefruit, im kraftvollen abgang etwas gerbstoff, wirkt noch etwas zugeknöpft am gaumen - die noch feste struktur wird sich noch öffnen. sicher noch 4-5 jahre bis er auf dem punkt ist.
Freitag, 01. September 2006
Parker announces new staff
September 1, 2006 quelle: www.decanter.com
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