Donnerstag, 31. Mai 2007
grosse sauternes - 26 mal 1967
eine von jürg richter, wie immer, perfekt organisierte sauternes probe - nach 1937, 1928/29 nun die 3. grosse probe an der ich teilnehmen durfte. was noch alles kommen wird - man könnte vor neid erblassen, wenn man nicht dabei wäre. hier der bericht 1967er weine. viel spass sigi hiss
Mittwoch, 30. Mai 2007
1937 lafaurie-peyraguey
mid to upper shoulder, zusammen mit georg fröhling (IHK gepr. weinfachberater) degustiert. nussig, dichte melasse, dunkler akazienhonig, dunkles leicht bitteres karamell, geröstetes brot, wahnsinnig tief & komplex aber nicht sehr ausladend, etwas minze & leicht ätherisch, touch espresso. am gaumen dicht, wuchtig, kraftvoll, dichte ausbalancierte struktur, spürbare aber abgepufferte säure, sehr mineralisch, etwas alkoholisch, viel helle getr. früchte wie aprikose, banane, & birnen, wieder frische minzige kräuter, satte melasse, bitterschoko, kraftvoller wein mit tiefe & eleganz, wahnsinnig langer druckvoller abgang bei dem der alkohol & die spürbare säure kurz hochschaut, insgesamt ein grandioser wein mit weiteren 15+ jahren. wow!
2000 carbonnieux blanc
krautige säuerlich abstossende nase, verkochtes gemüse, laktisch, verdorbener joghurt, mit luft kommt etwas sauvignon frucht durch. am gaumen eindimensional, dito nase, flach, kurz, sauer, fehlerhaft, kein schleichender kork & auch nicht bsa auf der flasche....verdorben, fast schon ekelhaft, fehlerhafte flasche da der wein normal in ordnung ist.
Dienstag, 29. Mai 2007
1980 d'arche
into neck dez. nase, anfangs etwas unsauber wirkend - korkänlich, dann toastbrot, frische aprikosen, eingemachte mirabellen, bisquit, quittengelee, deutliche orangenschale, etwas mandarinenlikör, hochelegante & exotische nase. am gaumen zuerst flach & eindimensional, nach 30 min. öffnet sich der wein merklich, änliche aromatik wie die nase, mandarinen...orangen, nur sehr wenig helles karamell, satte struktur, mittlere bis hohe süsse, aber auch wuchtig, vorderer & mittlerer gaumen dicht, der abgang verliert leicht, langer von likörartiger süsse geprägt, braucht mind. 30 min. in der karaffe, weitere 10 jahre & eine sehr positvie überraschung vor allem für 1980!! etwas untypisch da die fehlende botrytis sich bemerkbar macht. 2. tag: kaum eine veränderung, touch offener. passte hervorragend zu einem zanderfilet mit leicht süsslicher currysosse!
Freitag, 25. Mai 2007
"6. Internationales Gewürztraminersymposion"
6. Internationales Gewürztraminersymposion
Gewürztraminer punktet weltweit
5.- 7. Juli 2007/Tramin (Südtirol)
Nach der ersten Vorankündigung freuen wir uns, Ihnen nun das konkrete Programm des
"6. Internationalen Gewürztraminersymposions" vorzustellen.
Auch in diesem Jahr werden Top-Gewürztraminer aus vier Kontinenten präsentiert und degustiert, denn die Praxis steht im Vordergrund. In dem wunderschönen Castel Rechtenthal und dem Bürgerhaus von Tramin können die Gäste an hochkarätig geführten Gewürztraminerverkostungen und Kochlektionen teilnehmen und so neue Eindrücke erhalten.
Jean-Michel Deiss stellt das innovative Erfolgskonzept der bio-dynamischen Domaine Marcel Deiss aus dem Elsass vor. Die Weinberge des über 200 Jahre alten Gutes werden mit althergebrachten Techniken des traditionellen elsässischen Weinbaus bearbeitet; weder chemischer Düngung, noch Unkrautvernichtung stören das Wachstum der Weinstöcke. Dadurch nehmen die Weine die Charakteristiken des jeweiligen Bodens in sich auf und lassen die Vielfalt der Landschaft erspüren.
Ganz besonders freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, David Schildknecht zu gewinnen.Der
Verkoster für Wine Advocate in Deutschland und Österreich und Mitarbeiter des einflussreichsten
Weinkritikers Robert Parker präsentiert und kommentiert eine Verkostung der Superlative: Seine besten internationalen Gewürztraminer, einschließlich die der Vereinigten Staaten.
Als Highlight wird der Drei-Sterne-Koch Heinz Beck des Restaurants „La Pergola“, Hilton Rom ein auf den Gewürztraminer abgestimmtes Gourmetmenü servieren. Die dazu passenden Weine werden von dem Sommelier des "La Pergola" Marco Reitano kommentiert.
Exotisch wird es mit Joseph Peter, dem Chefkoch des Restaurants „Mangostin“, München, der seine Gäste auf eine kulinarische Entdeckungsreise in asiatische Gefilde entführt.
Mit viel Kreativität und sensorischem Feingefühl wählt der Weinjournalisten Dr. Steffen Maus dazu passende Gewürztraminer aus, die sich dank ihrer Aromenvielfalt auf ganz besondere Weise zu den fernöstlichen Speisen entwickeln.
Wie gut der aromatische Weißwein auch zu süßen Schleckereien passt, beweist der Önologe Prof. Ulrich Fischer, der den Weinliebhabern die spannende Kombination von Gewürztraminer und Schokolade "schmackhaft" macht. Der Schokoladenmeister der renommierten Schokoladenwerkstatt Perugina zeigt den Gästen, wie man ausgefallene Trüffel, gefüllt mit Gewürztraminer oder seinem Destillat selbst zubereiten kann.
Eine Einführung in die vielfältige Duft- und Geschmackswelt des Gewürztraminergrappa gibt Prof. Luigi Odello, Präsident des Zentrums für „Assaggiatori“ und Dr. Umberto Mallossini der Versuchsanstalt San Michele stellt eine önologische Charakterisierung neuer Gewürztraminer-Klone vor.
Dr. Martin Thalheimer, Agronom vom Versuchszentrum „Laimburg", erklärt uns das Südtiroler Terroir und Dario Cappelloni (Gambero Rosso) stellt und die entsprechenden Weine vor.
Wir werden davon ausführlich berichten.
sigi hiss, mitglied weinfeder e.v.
Vereinigung deutschsprachiger Weinpublizisten
1991 montrose
elegante nase, zedernholz, getr. waldkräuter, grüne walnuss, frische feigen, waldboden. am gaumen eine sehr schöne balance, feingliedrig, finesse, samtene tannine, wunderbar passende säure, etwas rote reife früchte, bleistift, leder, ein sehr typischer st.-estephe, ein sehr guter wein an sich & ein klasse wein in 1991, weitere 5-8 jahre auf diesem niveau. 2 std.: deutlich offenere nase mit roten reifen früchten - ohne dass die eleganz verloren geht. am gaumen wirkt er noch einen touch samtiger & seidener, harmonsich im allerbeasten sinne!! 8 std.: dito, keine anzeichen von nachlassen!! eine klare kauf- & trinkempfehlung!!
Donnerstag, 24. Mai 2007
1955 pajot - enclave d'yquem
rebflächen welche innerhalb oder angrenzend zu denen von d'yquem stehen. d'yquem kaufte diese insgesamt 8 ha rebflächen 1985 von der besitzerin frau jacobs. bevor man das weingut unter dem namen pajot kannte, hies es domaine bellevue. die qualität soll unterschiedlich sein - je nach dem wer den wein machte. 1983 soll ein hervorragender jahrgang sein. sehr helle nase, deutlich flüchtige, wie ein trockener alkoholischer weisswein wirkend, brioche, löffelbisquit, süss-saure art, nicht sehr tief. am gaumen kurz, flach, mittlere süsse, staubig, pappiger ton, nichtssagend & leerer abgang. bald trinken. !! rest der flasche am 24.05.2007 (erstdegu am 19.05.2007) probiert & einiges besser!!
1989 rabaud-promis
halbe flasche helle aber unsaubere nase, uhu, etwas nach clor riechend, zwieback, altes brot, wenig fruchtaromen. am gaumen stehen süsse, säure & alkohol nebeneinander, augezuckerte plumpe süsse, dumpfe unklare aromatik, mit vegetabilen anklängen, hellem steinobst, leicht alkoholisch wirkend, mittlerer hohler abgang. inzwischen die 5. flasche & alle sind gleich!
Mittwoch, 23. Mai 2007
sauternes 1900...1924...1935...1959
zusammen mit jürg richter probiert. 1900 d'arche-lafaurie - below lower shoulder: anfangs sehr muffig - feuchter keller, sehr viel flüchtige säure & aceton, dahinter gewisse tiefe, unsauberes karamell...melasse. am gaumen dito - extrem scharfe schneidende säure & unmengen von flüchtiger, mittlere süsse, gewisse struktur, man erkennt dass der wein in einer sehr guten flasche sehr gut oder sogar hervorragend sein könnte!! 1924 ricaud: leider kork, dahinter ein guter wein. 1935 la tour blanche - mid to uppper shoulder: sehr offene - tiefe - -elegante nase, frische reife aprikosen, orangenlikör, kumquats, etwas zwieback & löffelbisquit. am gaumen mittlere süsse, wuchtig - alkohol leicht spürbar, dez. mineralität, frische säure, likörartige struktur - säure & süse stehen etwas nebeneinander, gleich helle aromatik wie in der nase, mandarineartig, der alkohol kommt im abgang störend vor, ebenfalls ist die süsse im abgnag fast weg, sehr unbalancierter wein aber trotzdem ein sehr guter in 1935. trinken. 1959 suduiraut: satte & sehr offene nase, dunkle aromatik, mokka, viel dunkles karamell, melasse, touch soajwürze, feine tabakige würze, etwas coca-cola (hier nicht negativ!), herrlich tief & komplex. am gaumen alles noch im überfluss vorhanden, satte säure, deutliche helle mineralität, druck, kompakte süsse, wieder melasse & diese sehr prägante tabakwürze, zuckerrübensirup, reife banane, touch bergkräter, wahnsinnig langer ...druckvoller & süsser abgang, grandioser wein, weitere 15-20 jahre.
Mittwoch, 16. Mai 2007
Bordeaux 06 will fail in US: Parker
May 15, 2007 - Oliver Styles and Panos Kakaviatos
Pinot noir auch für weißen Cava zugelassen
16.05.2007
Ab sofort ist die Rebsorte Pinot noir auch zur Erzeugung weißen Cavas zugelassen.
Die Rebsorte Pinot noir ist nun nicht nur für Rosé-Cavas, sondern auch für weiße Schaumweine zugelassen. Nach Ansicht von Maria del Mar Torres, der Leiterin des Cava-Instituts, ergäben sich dadurch neue Perspektiven für die Cava-Herstellung. Die Sorte besäße enormes Potenzial. Bislang waren für weißen Cava die Sorten Parellada, Xarel-Lo, Macabeo (Viura), Subirat (Malvasia Riojana) und Chardonnay erlaubt. Rund 90 Prozent aller Cavas stammen aus Katalonien quelle: www.wein-plus.de
Dienstag, 15. Mai 2007
cuvee marianna - reiterer
extra brut, 12%, gefüllt 1991 & 01.1996 degoriert & probiert 2007. sehr kompakte & satte nase, geröstetes brot, feiner sehr dezenter anflug von oxidatin (geröstete pistazien)die perfekt passt, permanent wechselndes bukett, grapefruit, brioche, etwas reneclouden, komplex. am gaumen sehr feine, cremige & samtene perlage - man merkt deutlich die sehr lange flaschenlagerung , extraktreich, süssliche reife früchte, quitte, quittengelee, orangenschale, etwas tabakwürze, kalter rauch, reifer boskop apfel, etwas unterlegte mineralische note, mundausfüllend, kann auch ein ganzes menü begleiten, sehr gut ausbalanciert, mit etwas luft kommt immer mehr toastbrot & hefige noten dazu, feuersteinnoten, langer mineralisch trockener abgang - ein geheimtip für liebhaber reifer schaumweine!! vorne am gaumen süsslich um bis zum abgang deutlich trockener zu wirken. da es ein extra brut ist kann also nicht mehr als 6g/l dosage haben.
Sonntag, 13. Mai 2007
1996 lamothe-bergeron
reife offene nase, leder, etwas grüner & roter paprika, schwarzer pfeffer, pinienholz, sehr dez. rote früchte, schöne tiefe. am gaumen weich & rund, reife art, samtene tannine, reife saftige säure, erdig, etwas graphit, klassische art, walnuss, touch paprika & brombeere, wird ab dem mittleren gaumen etwas alkoholisch bis hin zum recht guten abgang, jetzt auf dem punkt, weitere 4-5 jahre. ein sehr guter reifer cru bourgeois.
Samstag, 12. Mai 2007
1928 lafaurie-peyraguey
leider kein bild & die notizen sind aus dem gedächtnis einen tag später aufgeschrieben. da wir den wein in http://www.buergis-burehof.ch/ in euthal getrunken haben. im übrigen ein wunderbares restaurant mit ehrlich klassischer küche auf höchstem niveau. keine show-menüs, aber dafür qualität und ein sehr professioneller service. wo bekommt man ein 5 gänge menü in der schweiz zu chf 125.- in einem sterne restaurant, auf diesem niveau??? 1928er aus einer mid-upper shoulder flasche: boytritis geprägte offene nase, sehr komplex, malzig, ganz dunkles karamell, nougat, etwas pinien, am gaumen voll, satt, wunderbare balance von süsse - alkohol - säure, dabei elegant & mit enormer tiefe, cremige struktur, eine dunkle honigartige süsse zieht sich vom vorderen gaumen bis zum abgang hin, sehr langer von malzbonbons & frischem tabak geprägter abgang, weitere 10-15 jahre auf diesem niveau! ein sagenhaftes erlebnis. die letzte flasche war eher von hellerer aromatik und nicht ganz mit der satten süsse, dafür etwas eleganter.
Donnerstag, 10. Mai 2007
Riesling ja, Dornfelder nein
10.05.2007
Winzer in fast allen deutschen Anbaugebieten setzen für die Zukunft auf Riesling, aber auch auf Burgundersorten. Der Dornfelder gehört dagegen zu den Verlierern.
Agenturumfragen bei den Verbänden der wichtigsten deutschen Weinbaugebiete brachten eine klare Übereinstimmung. Riesling sowie Weißburgunder, aber auch der häufig zu den Burgundersorten gerechnete Chardonnay liegen bei Winzern wie Verbrauchern im Trend. Sowohl in Rheinhessen als auch in der Pfalz oder an der Nahe steigen die Flächen. Einen Nischenstatus hat sich Sauvignon blanc erobert. Dagegen scheint der Rotweinboom fast durchweg gebremst; falls noch Reben neu gepflanzt würden, dann handele es sich eher um Spätburgunder, aber kaum noch um den einstigen Shooting Star Dornfelder. quelle: www.wein-plus.de
Dienstag, 08. Mai 2007
oloroso borrego - lustau almacenista
1/138, 20%, wahnsinnig komplex & finessenreich, walnüsse in rauhen mengen, kalter kaffee, laub, etwas zwetschgenmarmelade, geröstete pistazien, touch madeira, karamell, satte getr. feigen & datteln, rauchig. am gaumen knochentrocken, grandiose finesse, tief, komplex, lang..länger..am längsten, kalkige note, geröstete mandelln im abgang - und das gute ist: die flasche hält sich bei kühler lagerung 1-2 wochen locker! jeden tag ein kleines gläschen. aber eher ungeeignet für liebhaber süsslicher sherries. 10.05.2007: über die letzten tage immer konstant & ohne nachzulassen. grandioser oloroso!!
Samstag, 05. Mai 2007
1967 chateau musar
uppper shoulder auffallend gute farbe, ein noch jugendlicher wein, klare aber im abgang ansteigende säure, dez. feinkörniges tannin, rotbeeriges frucht mit etwas tabak & erdigen komponenten, erstaunlich frisch & jung bis zum mittleren gaumen, der abgang lässt eben die säure stehen & flacht ab. es gibt deutlich bessere ältere musar weine. noch gut trinkbar - zum essen sicherlich deutlich besser, diese niveau hält er sicher weitere 3-4 jahre.
1999 wininger uhlen - heymann-löwenstein
zusammen mit joe breunig verkostet sehr ausladende nase, petrol & überreife grapefruit..limone, mirabellen, etwas menthol, auch kühle butter, extrem tief & komplex, feuerstein, touch zitronengras, fesselndes buket. am gaumen ausladend, voll ohne alkoholisch zu sein, schmelz, cremige art, viel reifes fast überreifes helles steinobst, orangenschale, satt, tief, wunderbare leicht süssliche balance, petrol, feinbittere aromatik (traubenschalen), sehr mineralisch hinter der restsüsse, sehr lang am gaumen & viel struktur,auf dem höhepunkt und weitere 5-8 jahre. eigen in seiner art aber klasse!
1996 dom perignon
zusammen mit joe breunig verkostet, der auch der "spender" der flasche war. offene nase, tief & sehr komplex, kalter rauch, mineralisch, leicht getoastetes brot, brotkrumen, frische champignons, orangenschale, touch reifer boskop, reife limone, mit luft kommt immer mehr röstig toastige aromem dazu. am gaumen sehr dichte & schmelzige perlage, nahezu perfekte balance, eher dezente mineralische noten, cremige art am mittleren gaumen, tolle kombination von rasse...balance.....cremiger struktur, warmer rauch, tabak, etwas nougat, touch pistazie, reifes kernobst, touch frische säure im abgang, extrem ausladender & komplexer abgang. grandioser champagner!
Donnerstag, 03. Mai 2007
Bordeaux 2006 better than expected: Parker
May 2, 2007 - Adam Lechmere
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